„Klassismus“ bezeichnet Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft oder des gesellschaftlichen Status. Er zeigt sich zum Beispiel in Vorurteilen gegenüber armutsbetroffenen Familien oder geringeren Chancen im Bildungssystem. Oft bleibt Klassismus unsichtbar, weil soziale Ungleichheit als „normal“ gilt oder individuelle Leistung betont wird. Dabei hängen Bildungserfolg und Teilhabe stark von Herkunft ab. Die Idee der Meritokratie – dass jede:r allein durch Leistung erfolgreich sein kann – funktioniert nicht, wenn Startbedingungen ungleich sind.
Francis Seeck forscht und lehrt u. a. zu Klassismuskritik und menschenrechtsorientierter Sozialer Arbeit und bespricht mit Moderator Benni Bauerdick den Jugendlichen, warum Klassismus so selten thematisiert wird, was Chancengerechtigkeit bedeutet und wie wir dazu beitragen können, Klassismus zu überwinden.