Klassismus bezeichnet die Diskriminierung entlang Klassenherkunft oder Klassenposition. Besonders betroffen sind Menschen aus der Arbeiter*innen- und Armutsklasse, insbesondere erwerbslose, armutsbetroffene oder wohnungslose Menschen. Obwohl soziale Ungleichheiten in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben, wird Klassismus im politischen und gesellschaftlichen Diskurs häufig wenig thematisiert.
Der Workshop führt in zentrale Perspektiven der Klassismuskritik ein. Gemeinsam wird der Frage nachgegangen, wie Klassismus in gesellschaftlichen Strukturen wirkt und welche Rolle politische Akteur*innen und soziale Bewegungen bei seiner Kritik und Überwindung spielen können.
Neben einem kurzen Input stehen Austausch, Diskussion und gemeinsame Reflexion im Mittelpunkt. Ziel ist es, Ansatzpunkte für eine klassismuskritische politische Praxis zu entwickeln.
Francis Seeck ist Professor*in für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung an der TH Nürnberg. Francis Seecks Arbeitsschwerpunkte sind Klassismus(kritik), politische Bildung, Antidiskriminierung und menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit. Seit 2010 arbeitet Francis Seeck als Antidiskriminierungstrainer*in und politische Bildner*in. 2020 gab Francis Seeck gemeinsam mit Brigitte Theißl bei Unrast den Sammelband Solidarisch gegen Klassismus heraus. 2022 erschien bei Atrium die antiklassistische Streitschrift Zugang verwehrt und 2024 bei Unrast Klassismus überwinden.