Aktuelles – UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de Bücher der Kritik Sun, 15 Mar 2026 11:49:59 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://unrast-verlag.de/wp-content/uploads/2022/10/cropped-unrast_logo-1-32x32.png Aktuelles – UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de 32 32 Internationaler Tag gegen Polizeigewalt https://unrast-verlag.de/2026/03/internationaler-tag-gegen-polizeigewalt/ Sat, 14 Mar 2026 20:21:03 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50557 Continue reading "Internationaler Tag gegen Polizeigewalt"

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Am 15. März findet der Internationale Tag gegen Polizeigewalt statt. Ein Tag, der weltweit auf die systematische Gewalt durch Polizeibeamt*innen aufmerksam macht. Der Tag wurde bereits 1997 von Gruppen aus der Schweiz und Kanada ins Leben gerufen.

Er zeigt auf: Polizeigewalt ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem, das tief in unserer Gesellschaft verwurzelt ist und sich in verschiedenen Formen von rassistischen Kontrollen über körperliche Gewalt bis hin zu Todesschüssen manifestiert. Auch wenn jeder Mensch Polizeigewalt erfahren kann, sind besonders oft marginalisierte Personen betroffen, beispielsweise Schwarze Menschen, People of Color, Aktivist*innen, Geflüchtete oder Obdachlose.  

Ein Auszug aus Thomas Billsteins “Polizeigewalt. Ursachen, Formen, Widerstand”

Deutschland im Herbst 2025:

In Frankfurt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 17 Bedienstete der Polizei. Polizist*innen aus Frankfurt sind in den letzten Jahren bereits mehrfach negativ in die Schlagzeilen geraten, doch die aktuellen Vorwürfe wiegen besonders schwer. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden sollen die Beschuldigten zwischen Februar und Ende April 2025 insgesamt sechs Männer während oder nach deren Festnahme unrechtmäßig körperlich verletzt oder entsprechende Übergriffe geduldet und nicht gemeldet haben. Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei um Schläge, Tritte sowie das Stoßen von Köpfen gegen Wände oder Türen. In einem der Fälle soll ein Betroffener eine Treppe hinuntergestoßen worden sein.

In Bochum wird im November ein 12-jähriges gehörloses Mädchen während eines häuslichen Polizeieinsatzes von zwei Beamten gleichzeitig getasert und mit einem Bauchschuss lebensbedrohlich verletzt und überlebt nur knapp. Der Anwalt des Opfers und seiner Familie kritisiert die mehr als nur unprofessionelle Eskalation des Polizeieinsatzes deutlich. Auch das unmittelbar nach der Tat von der Bochumer Polizei offensiv verbreitete Narrativ, es habe sich um einen Messerangriff des Mädchens gehandelt, »stimmt schlichtweg nicht«*. Bezeichnend ist auch, dass wie so oft bei polizeilichen Gewaltvorfällen die Bodycams der Beamten ausgeschaltet waren.

Nahezu zeitglich kritisieren unabhängige internationale Expert*innen des UN-Menschenrechtsrats deutsche Polizeieinsätze im Rahmen von Pro-Palästina-Kundgebungen. Sie werfen den Behörden und der Polizei das Verbot von Demonstrationen, willkürliche Festnahmen und die Kriminalisierung von Verteidiger*innen von Menschenrechten vor. Währenddessen tourt ein medial dauerpräsenter Funktionär der deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) namens Manuel Ostermann durch Ungarn, um dort die repressiven Grenzschutzmaßnahmen zu feiern. Der Rechtspopulist fällt vor allem in den sozialen Medien durch Lügen, Übertreibungen und verdrehte Fakten auf und heizt mit seiner rassistischen Law & Order-Propaganda das rechtskonservative Spektrum an.

Befindet sich die deutsche Polizei also tendenziell auf dem Weg nach rechts? Eine schießwütige Polizei, die sich immer weiter vom Grundgesetz entfernt und nach eigenem autoritären Ermessen unverhältnismäßig das ihr übertragene staatliche Gewaltmonopol ausübt? Oder war sie vielleicht schon immer so, liegt ein solches Verhalten vielleicht in der Natur der Sache? Kann eine bewaffnete und mit außerordentlichen Befugnissen ausgestattete und bis ins Kleinste hierarchisch strukturierte Institution überhaupt anders?

Nun, im Grunde könnte es doch ganz einfach sein: eine schützende Institution, die bei akuten Ängsten, Notlagen und Unsicherheiten gleichermaßen für alle Bürger*innen da ist, die sich kümmert und sorgt, sie beschützt, ihnen Ängste nimmt oder aus dem Weg räumt. Ein richtiger »Freund und Helfer« eben. Eine Art staatlich organisiertes Awareness-Team für alle. Doch in weiten Teilen der Bevölkerung herrschen Misstrauen, Frust und Wut über die Polizei. Und mindestens genauso groß ist der Kreis der Unwissenden, die keine Kenntnis darüber haben, dass das Narrativ vom »Freund und Helfer« während der Herrschaft des Nationalsozialismus geprägt und von der SS verbreitet wurde. Denn neben dem autoritären und gewaltvollen Geist, der in einer Institution wie der Polizei schon per Definition besteht, hat es die machtvolle Institution in den letzten Jahrzehnten versäumt, sich an die Weiterentwicklung der Gesellschaft anzupassen. Kaum Diversität und noch weniger Reflektion oder Selbstkritik, ein

immanenter Rassismus, der nicht aufgearbeitet wird, zunehmende Gewaltvorfälle und immer ein Finger am Abzug, der augenscheinlich viel zu locker sitzt. Und wenn man Fakten auswertet und Betroffenen zuhört, wird schnell klar: Polizeigewalt ist kein nur vereinzelt auftretendes Problem, sondern ein strukturelles Versagen. Sie betrifft überproportional Schwarze Menschen, Obdachlose, psychisch Kranke, Menschen mit Migrationsgeschichte, Demonstrant*innen sowie politische Aktivist*innen und all jene, die nicht in das Bild vom »ordentlichen Bürger« passen.

 Doch was ist überhaupt Polizeigewalt, welche Ausprägungen gibt es, was ist alles in der jüngsten Vergangenheit im Namen der Staatsmacht vorgefallen und vor allem, was macht es mit denen, die diese Gewalt erleben mussten?

Polizei und Gesellschaft

Geht man von einer bürgerlichen Idealvorstellung aus, könnte einBild der Polizei ungefähr so gezeichnet werden: Eine freundliche aber bestimmte Truppe, die sich um den aktiven Schutz und die Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts kümmert. Als Garantin von Sicherheit und Ordnung obliegt ihr demzufolge nicht nur die Abwehr von Gefahren und die Verfolgung von Straftaten, sondern auch eine präventive Sorge für das Wohl aller Bürger*innen. Durch ihre Präsenz im öffentlichen Raum, dem Aufklären von Verbrechen und die schnelle Hilfe in Notlagen schafft sie Vertrauen und Stabilität. Gegen Straftäter*innen geht sie konsequent aber stets verhältnismäßig vor. Gleichzeitig wirkt sie als Vermittlerin zwischen Individuum und Staat, indem sie demokratische Rechtsstaatlichkeit vorlebt, die Grundrechte schützt und für ein friedliches Miteinander sorgt. Dementsprechend wäre eine solche Polizei eine vorbildliche Säule einer funktionierenden und sicheren Gesellschaft.

Doch in der Realität sieht das leider gänzlich anders aus. Denn die Polizei birgt aufgrund ihrer Machtfülle stets das Risiko des Missbrauchs, selbst wenn man eine demokratische Legitimation unterstellt. Wo Schutz und Ordnung gefordert sind, drohen eben auch Gewalt, Willkür und die Unterdrückung derer, die eigentlich beschützt werden sollen. Als Institution mit weitreichenden Befugnissen kann und wird sie selbst zur Quelle von Ungerechtigkeiten – sei es durch überzogene Gewaltausübung, fehlende Verhältnismäßigkeit, rassistischen Korpsgeist, Korruption oder durch die systematische Benachteiligung von gesellschaftlichen Minderheiten. Statt Vertrauen zu schaffen, erzeugt Polizei Angst; statt Sicherheit zu gewähren, wird sie zum Instrument der herrschenden Macht. Besonders fällt dies natürlich in autoritären Systemen auf, aber auch in Staaten mit demokratischer Verfassung und Kultur, wird bei mangelnder Kontrolle die Polizei zur Bedrohung für die Bürgerrechte und trägt dann zur Zementierung von Ungleichheit und Willkür bei. (…)

Coverbild von Thomas Billsteins Buch "Polizeigewalt" aus der UNRAST-transparent Reihe. Das Cover hat einen weißen Hintergrund und orangene Schrift.

Im neuen UNRAST transparent Band “Polizeigewalt: Ursachen, Formen, Widerstand” geht Thomas Billstein dem Thema auf den Grund.

Er erklärt die Rolle der Polizei in der Gesellschaft, beleuchtet die verschiedenen Formen von Gewalt und zeigt auf, warum Polizeigewalt kein Einzelfall, sondern ein systematisches Problem ist. Besonders beleuchtet werden rassistische und extreme rechte Vorfälle aber auch die Rolle von Medien sowie Vorschläge zivilgesellschaftlicher Organisationen zur Förderung von Transparenz und Eingrenzung von staatlicher Gewalt. Abgerundet wird das Buch mit einer Übersicht über mögliche Strategien gegen Polizeigewalt, sowie der Frage ob und wie eine Welt ohne Polizei(gewalt) möglich ist.

Das Buch bietet somit einen umfassenden Einstieg über Ursachen und Auswirkungen zum Thema Polizeigewalt. Es zeigt auf, wie rassistische Vorurteile und strukturelle Diskriminierung zu ungerechtfertigten Kontrollen und Gewaltanwendungen führen können. Der Autor beschreibt auch die psychologischen und sozialen Folgen für die Betroffenen, die oft unter Angstzuständen und posttraumatischen Belastungsstörungen leiden.

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Stellungnahme des Unrast-Verlags zum Ausschluss dreier Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis https://unrast-verlag.de/2026/03/stellungnahme-buchhandlungspreis/ Thu, 05 Mar 2026 09:48:24 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50383 Continue reading "Stellungnahme des Unrast-Verlags zum Ausschluss dreier Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis"

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Der Unrast Verlag verurteilt den Ausschluss der Buchhandlungen „Buchladen zur schwankenden Weltkugel“ (Berlin), „The Golden Shop“ (Bremen) und „Rote Straße“ (Göttingen) vom Deutschen Buchhandlungspreis durch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer auf das Schärfste. Diese Entscheidung ist ein alarmierendes Zeichen des fortschreitenden Rechtsrucks, der auch vor der Kulturpolitik nicht Halt macht. Sie zeigt, wie schnell künstlerische Freiheit und gesellschaftliche Vielfalt unter einen absurden Generalverdacht gestellt und politisch instrumentalisiert werden.

Die betroffenen Buchhandlungen sind seit Jahrzehnten unverzichtbare Orte der Stadtkultur. Sie stehen nicht nur für literarische Vielfalt, sondern leisten durch ihr Engagement auch einen zentralen Beitrag zur politischen Bildung, zum Wissenstransfer und zur Aufklärung gegen diverse Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus oder Queerfeindlichkeit. Dass die Buchhandlungen nun pauschal als „verfassungsschutzrelevant“ diffamiert und von einer Auszeichnung ausgeschlossen werden, die sie sich durch jahrelanges Engagement verdient haben, ist ein Angriff auf die Grundwerte einer offenen Gesellschaft.

Die völlig intransparente Vorgehensweise des Verfassungsschutzes, der als politisches Instrument missbraucht wird, untergräbt das Vertrauen in eine unabhängige Auszeichnung. Die Verwendung des sogenannten „Haber-Verfahrens“, bei dem der Verfassungsschutz lediglich pauschale Hinweise liefert, ohne dass deren Inhalt oder Berechtigung überprüfbar wären, ist ein inakzeptables Vorgehen. Hier wird mit pauschalen Verdächtigungen gearbeitet – eine Praxis, die an autoritäre Methoden erinnert und die Kulturlandschaft nachhaltig schädigt.

Als Verlag stehen wir solidarisch an der Seite des Buchhandels und aller, die sich für eine freie, vielfältige und kritische Kultur einsetzen. Wir fordern Kulturstaatsminister Weimer auf, diese Entscheidung unverzüglich zu revidieren und sich klar zur Unabhängigkeit kleiner Buchhandlungen und zur Stärke der Zivilgesellschaft zu bekennen.

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UNRAST-Verlag nimmt Noam Chomsky aus dem Programm https://unrast-verlag.de/2026/02/pressemitteilung-chomsky-epstein/ Thu, 26 Feb 2026 11:21:11 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50260 Continue reading "UNRAST-Verlag nimmt Noam Chomsky aus dem Programm"

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Ab Montag, dem 2. März 2026, nimmt der UNRAST-Verlag Noam Chomskys Werke ›Die Klimakrise und der Global Green New Deal‹, ›Zuversicht in Zeiten des Zerfalls‹, ›Der Terrorismus der westlichen Welt‹ und ›Brennpunkt Palästina‹ aus dem Programm und wird diese nicht weiter vertreiben. Die Werke wurden in deutscher Übersetzung beim UNRAST-Verlag veröffentlicht.

Anlass ist die Nähe Noam Chomskys zu Jeffrey Epstein. In den letzten Monaten wurden weitere Dokumente aus den sogenannten Epstein-Files veröffentlicht, aus denen u. a. hervorgeht, in welch einem Kontakt Noam Chomsky zu Epstein stand – auch Jahre nach dessen Verurteilung wegen der Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen. In neu veröffentlichten E-Mails zwischen Epstein und Chomsky vom Februar 2019 beklagte Chomsky z. B. »die schreckliche Art und Weise, wie Epstein behandelt wurde« und die »Hysterie, die sich um den Missbrauch von Frauen« entwickelt habe. Weiter heißt es in der E-Mail, Epstein solle die Kritik ignorieren.

Als linker Verlag, der sich für eine gerechte Welt und gegen Frauenhass und patriarchale Gewalt einsetzt, ist Chomsky für uns als Autor nicht mehr tragbar. Deshalb ziehen wir nun die Konsequenz und nehmen seine Werke aus unserem Programm. Wir wollen Täter und ihre Unterstützer*innen weder schützen, noch ihnen eine Plattform oder ein Einkommen bieten. Unsere Solidarität und Unterstützung gilt den Opfern patriarchaler Gewalt.

Bei Rückfragen melden Sie sich gerne zunächst per E-Mail an Frau Frank unter presse@unrast-verlag.de. Für Informationen zum Vertrieb wenden Sie sich bitte an Herrn Schüring unter vertrieb@unrast-verlag.de.

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UNRAST ist Spitzenpreisträger des Deutschen Verlagspreises 2025 https://unrast-verlag.de/2025/11/unrast-verlag-ist-spitzenpreistraeger-des-deutschen-verlagspreises-2025/ Wed, 12 Nov 2025 13:29:17 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=48371 Continue reading "UNRAST ist Spitzenpreisträger des Deutschen Verlagspreises 2025"

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Der UNRAST Verlag wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet und darf sich 2025 sogar zu den Spitzenpreisträger*innen zählen.

Gemeinsam mit dem Konkursbuch Verlag und dem März Verlag erhält UNRAST die höchste Ehrung des renommierten Preises.

Damit haben wir nicht gerechnet! Wir sind stolz und sehr glücklich. Die Wertschätzung unserer Arbeit über rund 35 Jahre hinweg, tut einfach gut.

In der Begründung der Jury heißt es:

“Die Ungeduld im Namen müssen wir programmatisch verstehen: Undogmatisch, und thematisch breit aufgestellt, ist der UNRAST Verlag dem Traum einer anderen Wirklichkeit verpflichtet.”

Im Interview mit dem WDR erzählt Kollektivmitglied Martin von der Situation im Verlag, in der Branche und über die Reaktionen auf die Auszeichnung.

Vielen Dank an die Jury und auch den 86 anderen Verlagen gratulieren wir und wünschen viel Erfolg! Mehr zum Deutschen Verlagspreis findet ihr hier.

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Vorschau für Frühjahr 2026 https://unrast-verlag.de/2025/10/vorschau-fuer-fruehjahr-2026/ Mon, 20 Oct 2025 14:17:00 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=33337 Hier findet ihr unsere Novitäten für das kommende Frühjahr.

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Neue Campuslizenzen https://unrast-verlag.de/2025/09/neue-campuslizenzen/ Sun, 28 Sep 2025 14:27:00 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=48144 Continue reading "Neue Campuslizenzen"

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Eine erfreuliche Nachricht für alle Menschen, die wissenschaftliche Bibliotheken nutzen oder bestücken:

Nach »Antifaschismus«, »Antirassismus / Postcolonial Studies«, »Genderlabyrinth / Feminismus« und »Politik & Gesellschaft« haben wir mittlerweile zwei weitere Pakete mit CAMPUSLIZENZEN geschnürt: »Gesellschaftstheorie« und »Internationalismus«

Alle Pakete können bei unserem Vertriebspartner Preselect.media erworben werden, der auf Anfrage die Preis- und Titellisten an interessierte institutionelle Einrichtungen schickt.

Es wäre super, wenn die Studies unter euch (und all die anderen), die davon profitieren würden, der Bibliothek ihrer Uni oder Fachhochschule den Erwerb der digitalen Lizenzen ausdrücklich nahelegen könnten. Denn ein bisschen Werbung für dieses noch recht unbekannte Angebot wäre nicht schlecht. Zumal das nächste Paket schon in Arbeit ist …

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Werde Teil des UNRAST-Netzwerks! https://unrast-verlag.de/2025/06/werde-teil-des-unrast-netzwerks/ Tue, 03 Jun 2025 20:00:56 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=41847 Continue reading "Werde Teil des UNRAST-Netzwerks!"

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Ngũgĩ wa Thiong’o stirbt mit 87 Jahren https://unrast-verlag.de/2025/05/ngugi-wa-thiongo-stirbt-mit-87-jahren/ Wed, 28 May 2025 19:00:28 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=44882 Continue reading "Ngũgĩ wa Thiong’o stirbt mit 87 Jahren"

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Wir verabschieden uns von Ngũgĩ wa Thiong’o, der nach langer Krankheit am 28. Mai 2025 in den USA verstorben ist. 1938 in Limuru, Kenia, geboren, lehrte er Literaturwissenschaften unter anderem an der Yale University, der New York University und an der University of California, Irvine. Seine Bücher setzen sich unter anderem für den Erhalt afrikanischer Muttersprachen ein, kritisieren Fremdherrschaft, Ausbeutung und Diktatoren in Afrika, und wurden in mehr als 50 Sprachen übersetzt. Er lebte lange Zeit im Exil, denn für seine Arbeit wurde er bedroht, verfolgt und eingesperrt.

Bereits mehrfach in der engeren Auswahl für den Literaturnobelpreis, erhielt er 2001 den renommierten Nonino International Prize for Literature. 2019 wird er erstmals auch für seine kulturpolitischen Essays und sein lebenslanges Engagement für Frieden und Gerechtigkeit mit dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis ausgezeichnet. 2021 wurde er für den International Booker Preis für “The Perfect Nine” nominiert, erhielt den EBRD-Literaturpreis und wurde zum internationalen Schriftsteller der Royal Society of Literature ernannt. 2022 erhielt er den PEN/Nabokov-Preis für internationale Literatur.

Ngũgĩ wa Thiong’o hinterlässt ein Werk, das bleiben wird. Wir sind dankbar, drei seiner Bücher in deutscher Übersetzung verlegen zu dürfen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

Das UNRAST-Verlagskollektiv

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Jari Banas ist tot https://unrast-verlag.de/2025/05/jari-banas-ist-gestorben/ Sat, 17 May 2025 18:00:27 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=44878 Continue reading "Jari Banas ist tot"

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Am 17. Mai 2025 ist der Künstler und Cartoonist Jari Banas gestorben. Unser Beileid gilt seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren. Banas veröffentlichte 2023 das Buch Verschickungskinder. Fürs Leben gezeichnet im UNRAST Verlag. Er ist in Finnland geboren und am Niederrhein aufgewachsen. Nach Volksschule, Schlosserlehre und Werkkunstschule in Krefeld malte er 50 Jahre lang Bildergeschichten: Umwelt- und Politik-Comics & JARIkaturen, z.B. den ersten deutschen Öko-Comic Die Wyhlmaus (1978) und 20 Jahre lang den Umweltkalender. Zum Kapital von Karl Marx zeichnete Jari einen vielfach neu aufgelegten und wunderbaren Comic: Dieser erspart auf amüsante Weise 800 Seiten Sachtext und zeigt stattdessen einen undogmatischen Marx in 500 Bildern.

Wir blicken mit Dankbarkeit auf die Zusammenarbeit zurück.

Hier geht es zu einem Nachruf von Anja Röhl, die die Kampagne gegen Verschickungsheime initiierte und das Vorwort für Banas »Verschickungskinder« verfasste.

Das UNRAST-Verlagskollektiv

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UNRAST-Gesamtverzeichnis 2025 https://unrast-verlag.de/2025/01/das-aktuelle-unrast-gesamtverzeichnis/ Wed, 01 Jan 2025 21:45:00 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=48224 Hier unser komplettes Programm zum Download: UNRAST Gesamtverzeichnis 2025

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