Neuerscheinungen ( Aus der Rubrik: Edition DISS )
Kritik rechter Wirtschafts- und Sozialkonzepte
Andrea Becker, Simon Eberhardt, Helmut Kellershohn (Hg.)

Zwischen Neoliberalismus und völkischem ›Antikapitalismus‹

Sozial- und wirtschaftspolitische Konzepte und Debatten innerhalb der AfD und der Neuen Rechten

ISBN 978-3-89771-772-5
Erscheinungsdatum: August 2019
Seiten: 272
Reihe: Edition DISS Band: 43
Ausstattung: softcover
24,00 €

Beschreibung

Das Buch ist eine Bestandsaufnahme der sozial- und wirtschaftspolitischen Konzepte und Debatten innerhalb der AfD und der Neuen Rechten und unterzieht diese einer kritischen Analyse. Die Beiträge berücksichtigen dabei drei Dimensionen: erstens die Ebene der Akteure, also der Kräfte, die die Debatte bestimmen; zweitens geht es um konkrete Themenfelder, in die mit Konzepten,  Thesenpapieren etc. interveniert wird; und drittens geht es um die jeweiligen ideologiepolitischen Perspektiven und deren Verortung im Spannungsfeld zwischen Neoliberalismus und völkischem ›Antikapitalismus‹, sowohl unter dem Blickwinkel der innerparteilichen Auseinandersetzungen als auch unter dem der Relevanz für die von der AfD angesprochene Wählerkoalition. Darüber hinaus spannt das Buch einen ideengeschichtlichen Bogen zurück zur sogenannten ›Konservativen Revolution‹, die der Neuen Rechten als eine Art Steinbruch von Ideen und Argumenten dient, die je nach Lage und Intention aktualisiert und angepasst werden.

Autor_innen

Andrea Becker
Simon Eberhardt
Helmut Kellershohn

Helmut Kellershohn ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Arbeitsschwerpunkte: AfD, Neue Rechte, Völkischer Nationalismus, Konservatismus. Veröffentlichungen u.a. »Kulturkampf von rechts«, Münster 2016 (Hg. mit Wolfgang Kastrup); Art. »Staatsversagen«, »Umvolkung«, in: Handwörterbuch rechtsextremer Kampfbegriffe, hrsg. v. Bente Gießelmann et al., 2. überarb. Aufl., Schwalbach am Taunus (i.E.).


Christoph Kopke

Christoph Kopke, Prof. Dr., ist Professor für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Er forscht und publiziert vor allem zum historischen Nationalsozialismus und zur Geschichte der extremen Rechten nach 1945. Jüngste Veröffentlichungen u.a.: »und dürfen das Krankenhaus nicht mehr betreten«. Der Ausschluss jüdischer und politisch unerwünschter Ärzte und Ärztinnen aus dem Berliner städtischen Gesundheitswesen 1933–1945, Berlin 2018 (mit Susanne Doetz und unter der Mitarbeit von Judith Hahn); Demokratie, Freiheit und Sicherheit. Festschrift zum 65. Geburtstag von Hans-Gerd Jaschke, Baden-Baden 2017 (Hg. mit Wolfgang Kühnel); Handlexikon Rechter Radikalismus, Ulm 2017 (Hg. mit Klaus Ahlheim).


Volker Weiß

Dr. Volker Weiß (Hamburg), Historiker und Publizist.
Mitglied im Villigster Forschungsforum zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e.V.
Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin.

Auswahl der wichtigsten Schriften:
Nachwort zu Theodor W. Adorno, Aspekte des neuen Rechtsradikalismus. Ein Vortrag. Suhrkamp/Berlin 2019
Die Autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes. Klett-Cotta/Stuttgart 2017. Nominiert für den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse 2017, übersetzt ins Japanische bei Shinsensha/Tokyo 2019
Moderne Antimoderne. Arthur Moeller van den Bruck und der Wandel des Konservatismus. Schöningh/Paderborn 2012
Deutschlands Neue Rechte. Angriff der Eliten – von Spengler bis Sarrazin. Schöningh/Paderborn 2011


Andreas Kemper

Andreas Kemper forscht zu den Themenbereichen Klassismus (Kollektivsymbolik / Bildungsbenachteiligung), organisierter Antifeminismus (Sprache, Netzwerke, Männlichkeitskonstruktionen) und AfD. Mitarbeit beim Institut für Klassismusforschung, Redaktion Diskursatlas und AK Rechts des DISS.

Veröffentlichungen:
– The Dishwasher. Magazin für studierende Arbeiterkinder (Hrsg.)
– Klassismus. Eine Einführung, Unrast, Münster 2009 (zusammen mit Heike Weinbach)
– [r]echte Kerle. Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung, Unrast, Münster 2011
– Sarrazins deutschsprachige Quellen, erschienen in: Haller/ Niggeschmidt: ›Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz: Von Galton zu Sarrazin: Die Denkmuster und Denkfehler der Eugenik‹, Wiesbaden 2012

weitere Informtionen unter https://andreaskemper.org/


Michael Lausberg

Michael Lausberg, Dr. phil. (Politikwissenschaften), studierte Pädagogik, Philosophie, Politikwissenschaften, Neuere Geschichte und Interkulturelle Pädagogik an den Universitäten Aachen, Köln und Amsterdam. Seit 2007 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und zudem als freier Publizist tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind politische Theorie, extreme Rechte, Rassismus, Antiziganismus sowie Migration. Regelmäßige Veröffentlichungen im Migazin, bei scharf links, Netz gegen Nazis, im DISS-Journal, The European, Hufington Post und in der Tabula Rasa.

www.michael-lausberg.de


Sebastian Friedrich

Sebastian Friedrich lebt in Berlin. Er ist Redakteur von kritisch-lesen.de, freier Mitarbeiter der Opferberatungsstelle ReachOut Berlin, Mitglied des AK Rechts und der Diskurswerkstatt des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Rassismus, extreme Rechte und soziale Ungleichheit.


Lucius Teidelbaum

Lucius Teidelbaum ist freier Journalist, Publizist und Rechercheur zum Thema ›Extreme Rechte‹ und anliegende Grauzonen. Bisher sind von ihm drei Bücher im Unrast Verlag erschienen: »Braunzone Bundeswehr. ›Rechtsum‹ in der Männertruppe« (2012), »Obdachlosenhass und Sozialdarwinismus« (2013) und »PEGIDA. Die neue deutschnationale Welle auf der Straße« (2016). Beiträge von ihm finden sich auch auf braunzonebw.blogsport.de


Gideon Botsch
Gerd Wiegel

Dr. Gerd Wiegel, geboren 1966, Politikwissenschaftler.
Referent Rechtsextremismus/Antifaschismus der Bundestagsfraktion DIE LINKE; Redakteur der Zeitschrift Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung.

Zahlreiche Veröffentlichungen zur extremen Rechten in Deutschland und Europa und zum Umgang mit der NS-Vergangenheit


Anna-Lena Herkenhoff
Mark Haarfeldt

Studium der Geschichte und Philosophie an der TU Dresden und Ruhr-Universität Bochum. Promoviert zur Zeit an der Universität Konstanz zum Thema: Deutsche Propaganda im Rheinland von 1918 bis 1936. Arbeitet im gewerkschaftlichen Bildungsbereich. Mitglied des AK Rechts im DISS.


Tim Ackermann
Eddy Scholz
Nicole Gohlke
Christian Schadt
Clemens Hötzel

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