In den Fokus genommen werden die Bewegung der Landlosen, das Movimiento Negro, queere Konstellationen sowie indigener und befreiungstheologischer Widerstand.
Shadia Husseini de Araújo, Lisa Tschorn, Tobias Schmitt (Hg.)

Widerständigkeiten im ›Land der Zukunft‹ [eBook]

Andere Blicke auf und aus Brasilien

ISBN 978-3-95405-016-1
Erscheinungsdatum: August 2014
Seiten: 336
eBook
Ausstattung: epub
11,99 €

ebook

Beschreibung

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Die FIFA-WM 2014, Olympia 2016 – Brasilien als Ausrichter dieser Mega-Events gerät in den Fokus der internationalen Öffentlichkeit und versucht sich entsprechend darzustellen. Dieses Buch hinterfragt das Bild von Brasilien als »Land der Zukunft«.

Es lenkt den Blick dorthin, wo zwischen Wachstumszahlen und Außenhandelsbeziehungen Menschen leben und kämpfen, nach Rio de Janeiro, nach São Paulo, in urbane und ländliche Räume, auf kleine Details und aufs große Ganze.
Zu Wort kommen Forscher*innen und Aktivist*innen aus Brasilien und Deutschland. Historische Analysen kontrastieren aktuelle Bestandsaufnahmen und Ausblicke in die Zukunft. Die betrachteten Widerstandsformen erstrecken sich von Straßenprotesten über Musik, Literatur, Fußball und Capoeira hin zu Streetart und Urban Gardening.

»Dieser andere Blick auf das Brasilien von heute ist eine hervorragende Einführungslektüre für die kommenden Megaereignisse: die Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr und die Olympischen Sommerspiele in 2016. Er bricht mit der eurozentrischen Sicht vom ‚Land der Zukunft‘ und öffnet die Augen für die alternativen Potentiale, die in diesem großen Land der Gegenwart stecken.«
Peter B. Schumann, SWR - Forum Buch, Juni 2014

»... überaus lesenswerte[r] Sammelband einige[r] Themen, die im Jahr der der Fußball-WM eher nicht im Zentrum des medialen Interesses stehen werden.«
Tobias Lambert, südlink 167, März 2014

»Der Sammelband ist ein unbedingtes Muss für alle, die sich für Land und Leute Brasiliens interessieren!«
Klaus Küpper, lateinamerikaarchiv.de, Juni 2014

»[Die] definitorische Offenheit ist die große Stärke des interdisziplinären Buches, das in fünf Kapiteln gekonnt indigene Bewegungen, queere Mikropolitiken, politische Avantgardemusik, fußballerische Freude am Spiel, Widerstände von Landlosen und FavelabewohnerInnen sowie weitere soziale Kämpfe beleuchtet und dabei viele unerwartete Verbindungen aufzeigt. [...] Das Buch will und kann keine abgeschlossene große Widerstandserzählung liefern. Vielmehr lädt der Sammelband dazu ein, die Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen fortzusetzen, die heterogenen Zugänge und Konzepte zu rekombinieren.«
Nils Brock, ak Nr. 592, 18.03.2014

Autor*innen

Shadia Husseini de Araújo

Shadia Husseini de Araújo hat in Münster Geographie und Islamwissenschaften studiert, in Geographie promoviert und an den Instituten für Geographie in Münster und Erlangen gearbeitet. Seit 2011 lebt sie in Brasilien. Derzeit (2013) ist sie als Gastprofessorin an der Universidade de Brasília tätig. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Migrations- und Diasporaforschung, Postkoloniale Theorie sowie übersetzungstheoretische Ansätze in der Geographie. In einem aktuellen Projekt arbeitet sie zu muslimischen Gemeinden in Brasilien.


Lisa Tschorn

Lisa Tschorn hat in Bochum, Clermont-Ferrand und Münster Geographie studiert. Ihre Masterarbeit schrieb sie zum Voluntourismus in den Favelas von Rio de Janeiro. Sie lebt (2013) in einem selbstverwalteten Wohnprojekt und ist Teil des Arbeitskreises Kritische Geographie.


Tobias Schmitt

Tobias Schmitt hat in Tübingen und Rio de Janeiro Geographie studiert und gerade seine Dissertation über den Zusammenhang zwischen Dürreereignissen und Machtverhältnissen im Nordosten Brasiliens an der Universität Innsbruck abgeschlossen. Er lebt und arbeitet (2013) in Hamburg und ist u. a. im Vorstand von KoBra (Kooperation Brasilien e.V.) aktiv.


Andrea Zellhuber

Andrea Zellhuber hat 3 Jahre bei der Landpastorale CPT in Bahia (Nordostbrasilien) gearbeitet. Seit 2010 ist sie bei terre des hommes Schweiz in Basel als Programmkoordinatorin und in der Kampagnenarbeit tätig.


Shadia Husseini de Araújo

Shadia Husseini de Araújo hat in Münster Geographie und Islamwissenschaften studiert, in Geographie promoviert und an den Instituten für Geographie in Münster und Erlangen gearbeitet. Seit 2011 lebt sie in Brasilien. Derzeit (2013) ist sie als Gastprofessorin an der Universidade de Brasília tätig. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Migrations- und Diasporaforschung, Postkoloniale Theorie sowie übersetzungstheoretische Ansätze in der Geographie. In einem aktuellen Projekt arbeitet sie zu muslimischen Gemeinden in Brasilien.


Camila Loureiro Dias

Camila Loureiro Dias ist Spezialistin für die Geschichte Amazoniens. Sie hat an der Universidade de São Paulo studiert und promoviert zurzeit (2013) an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Unter anderem publizierte sie den Artikel ›Jesuit Maps and Political Discourse: The Amazon River of Father Samuel Fritz‹ (2012, The Americas (69) 1).


Carsten Janke

Carsten Janke und Matze Jung lernten sich 2010 in Berlin kennen und stellten schnell fest, dass sie Jahre vorher nacheinander in derselben WG in Rio gewohnt und die Stadt auf ähnliche Art und Weise kennengelernt hatten: als Sozialwissenschaftler und Sprüher. Heute arbeiten sie beide als politische Bildner in der Graffitiabteilung des Berliner Archivs der Jugendkulturen e.V. (www.graffitiarchiv.org).


Matthias Jung

Carsten Janke und Matthias Jung lernten sich 2010 in Berlin kennen und stellten schnell fest, dass sie Jahre vorher nacheinander in derselben WG in Rio gewohnt und die Stadt auf ähnliche Art und Weise kennengelernt hatten: als Sozialwissenschaftler und Sprüher. Heute arbeiten sie beide als politische Bildner in der Graffitiabteilung des Berliner Archivs der Jugendkulturen e.V. (www.graffitiarchiv.org).


Cicilian Luiza Löwen Sahr

Cicilian Luiza Löwen Sahr ist Professorin für Geographie an der Universidade Estadual de Ponta Grossa und führt derzeit ein Postdoc-Projekt an der Universität Leipzig sowie an der University of Winniepeg (Canada) durch. Schwerpunktmäßig forscht sie u.a. zu traditionellen Bevölkerungsgruppen (insbesondere faxinalenses und quilombolas) und zu ethnischen Identitäten in Brasilien, wie z.B. polnische, deutsche, russlanddeutsche und mennonitische Gemeinden.


Claudia König

Claudia König promoviert (2013) am Institut für Geographische Wissenschaften der Freien Universität Berlin. Sie hat drei Jahre in Belém (Pará) gelebt, wo sie Gastwissenschaftlerin an der Universidade Federal do Pará war. Sie forscht im Bereich indigene Völker und Klimaschutz und zu ökonomischen Instrumenten der Klimaschutzpolitik.


Cornelius Kibelka

Cornelius Kibelka studiert (2013) Politikwissenschaften und Portugiesisch in Freiburg. Er beschäftigt sich mit der Erstellung Freien Wissens und Internetjournalismus in Projekten wie Wikipedia und Global Voices vorrangig in portugiesischsprachigen Ländern.


Dana de la Fontaine

Dana de la Fontaine studierte Politikwissenschaft und Romanistik an der Universität Tübingen und promovierte an der Universität Kassel zum Thema Indien, Brasilien und Sudafrika als sog. Emerging Donors. Weitere Infos zu Person und Publikationen: http://wiki.cibera.de/index.php/De_la_Fontaine,_Dr._Dana


Daniel Ehebrecht

Daniel Ehebrecht, M.A., ist Sozialgeograph am Institut für Geographie (IfG) der Universität Osnabrück (2013). Seine Interessenschwerpunkte umfassen städtische Ungleichheiten, informelle Siedlungen und öffentliche Wohnraumversorgung im globalen Süden sowie Stadtentwicklungsprozesse im Kontext von Megaevents. Aktuelle Forschungsarbeiten befassen sich mit den sozialräumlichen Konsequenzen von Sportgroßveranstaltungen in Rio de Janeiro.


Dörte Segebart

Dörte Segebart ist Juniorprofessorin für Entwicklungsforschung und Geschlechterforschung am Institut für Geographische Wissenschaften der Freien Universität Berlin (2013). Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Mensch-Umweltforschung. Sie forscht zu den Themenbereichen Governance, Partizipation und nachhaltiges Naturressourcenmanagement mit einem regionalen Fokus auf Lateinamerika, besonders auf Brasilien.


Eduardo Tomazine

Eduardo Tomazine ist Doktorand am Institut für Geographie der Universidade Federal do Rio de Janeiro und promoviert zum Verhältnis zwischen den öffentlichen Sicherheitspolitiken und Gentrifizierungsprozessen in Rios Hafengebiet (2013). An derselben Universität hat er seinen Master zu sozialräumlichen Repräsentationen der Obdachlosenbewegung in Rio de Janeiro gemacht. Einen weiteren Master hat er an der Université Paris VIII abgeschlossen, bei dem er das Konzept der Macht innerhalb der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) untersucht hat.


Fernanda Oliveira

Fernanda Oliveira ist Schauspielerin und Theaterwissenschaftlerin und hat das erste Kino in der Geschichte des Stadtteils Santa Teresa in Rio de Janeiro gegründet. Momentan (2013) entwickelt sie Projekte, um unabhängige Stadtviertel- und Straßenkinos zu initiieren und zu stärken, um dadurch den Zugang zur Sprache des Kinos zu demokratisieren.


Ferréz

Ferréz, bürgerlich Reginaldo Ferreira da Silva, geb. 1975, wohnt (2013) im Viertel Capão Redondo im Distrikt Jardim Angela von São Paulo, das 2000 durch die UNO als eine der gewaltvollsten Gegenden der Welt eingestuft wurde. Sein Künstlername ist eine Synthese aus dem Namen des im 17. Jh. agierenden Widerstandskämpfer der Sklaven ‚Zumbi‘ und dem unter dem Namen ‚Lampião‘ bekannten Virgulinho Ferreira da Silva, der Anfang des 20. Jh. eine Bande Gesetzloser im armen Nordosten Brasiliens anführte. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit gründete Ferréz das Kleidungs- und Musiklabel 1daSul (Somos todos um pela dignidade da Zona Sul - Wir sind alle eins im Kampf um die Würde der Südzone) und den unabhängigen Verlag Selo Povo  (Siegel des Volkes). Außerdem engagiert er sich in mehreren sozialen und kulturellen Projekten in seiner Nachbarschaft und ist Autor des Blogs www.ferrez.blogspot.com.


Flávio Thales Ribeiro Francisco

Flávio Thales Ribeiro Francisco promoviert (2013) in Sozialgeschichte an der Universidade de São Paulo. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Geschichte Amerikas, Afrikanische Diaspora und Geschichte der imprensa negra. Er ist Mitglied der Forschergruppe »Afrika, Kolonialität und Politische Kultur« (Núcleo de Estudos em África, Colonialidade e Cultura Política) und Aktivist im movimento negro.


Francine Iegelski

Francine Iegelski ist Historikerin und führt derzeit (2013) Postdoc-Projekt an der Universidade de São Paulo durch. Zuvor arbeitete sie als Forschungsassistentin am Nationalen Institut für Kolonisierung und Agrarreform INCRA (Instituto Nacional de Colonização e Reforma Agrária) zur Durchführung einer anthropologischen Studie über die quilombola-Gemeinde von São Joao (Adrianópolis), in der es um die Vermessung und offizielle Anerkennung ihrer quilombo-Territorien geht.


Gersem Luciano Baniwa

Gersem Luciano Baniwa ist (2013) Professor an der Universidade Federal do Amazonas in Manaus, Vorsitzender des Indigenen Forschungszentrums (Centro Indígena de Estudos e Pesquisas) und Autor zahlreicher Veröffentlichungen über Indigene und Indigenität in Brasilien. Er selbst ist Indio des Volkes Baniwa und langjährig in der Indigenenbewegung aktiv. Er leitete u.a. den Verband der indigenen Organisationen von Rio Negro (Federação das Organizações Indígenas do Rio Negro) sowie die Koordinierungsstelle der indigenen Organisationen von Amazonien (Coordenação das Organizações Indígenas da Amazônia Brasileira). Neben zahlreichen Tätigkeiten im Bildungsbereich arbeitet er u.a. als Berater des Bildungsministeriums in Fragen zur indigenen Bildung.


Gislene Aparecida dos Santos

Gislene Aparecida dos Santos ist (2013) Professorin am Institut fur Geographie der Universidade Federal do Paraná. Zu ihren Forschungsschwerpunkten in den Bereichen Politische Geographie und Bevölkerungsgeographie gehören Themen wie internationale Migration und Migrationspolitiken.


Ingrid Hapke

Ingrid Hapke studierte Literaturwissenschaft und Historische Anthropologie in Freiburg. Sie promoviert (2013) über  die aktuelle Bewegung der marginalen Literatur und ihre kulturellen Produktionen in São Paulo. Außerdem arbeitet sie als Dolmetscherin, Übersetzerin und Texterin.


Jan Simon Hutta

Jan Simon Hutta ist (2013) wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Kulturgeographie der Universität Bayreuth. Nach seiner Promotion zu brasilianischen LGBT-Politiken an der Open University (Großbritannien), arbeitete er von 2010 bis 2012 für das aktivistische Forschungsprojekt Transrespect versus Transphobia Worldwide des europäischen Netzwerks Transgender Europe (TGEU). Er ist Mitbegründer von sub\urban – Zeitschrift für kritische Stadtforschung.


Jürgen Stahn

Jürgen Stahn war in den 70er Jahren in Brasilien berufstatig. 1978 kehrte er nach Deutschland zurück. Bis zum Jahr 2000 arbeitete er als Lateinamerikareferent bei Brot für die Welt, neben anderen Ländern war er auch für Brasilien zuständig. Er war sowohl an der Gründung des ›Runden Tisches Brasilien‹ und des Brasiliennetzwerks ›KoBra‹ beteiligt und ist ein regelmäßiger Teilnehmer des Runden Tischs (2013). Außerdem war er über fünf Jahre an der Redaktion des Brasilicums beteiligt.


Katharina Schmidt

Katharina Schmidt hat in Tübingen, Rio de Janeiro und Innsbruck Geographie studiert. In ihrer Masterarbeit hat sie sich mit der Aneignung öffentlicher Raume und dem Recht auf Stadt in Rio de Janeiro beschäftigt. Sie ist aktuell (2013) wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geographie der Uni Hamburg und promoviert zu Geographien der Obdach- und Wohnungslosigkeit in Hamburg und Rio de Janeiro.


Leonardo Sakamoto

Leonardo Sakamoto ist Journalist und promovierter Politikwissenschaftler. Er ist (2013) Koordinator der NGO Repórter Brasil, Mitglied der Nationalen Kommission für die Abschaffung von Sklav_innen-Arbeit und Dozent für Journalistik an der Pontifícia Universidade Católica de São Paulo.


Lisa Tschorn

Lisa Tschorn hat in Bochum, Clermont-Ferrand und Münster Geographie studiert. Ihre Masterarbeit schrieb sie zum Voluntourismus in den Favelas von Rio de Janeiro. Sie lebt (2013) in einem selbstverwalteten Wohnprojekt und ist Teil des Arbeitskreises Kritische Geographie.


Malte Steinbrink

Malte Steinbrink, Dr. phil., ist Sozialgeograph am Institut für Geographie und Mitglied des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück (2013). Seine Schwerpunkte umfassen die geographische Entwicklungs- und Mobilitätsforschung (insbesondere Migration und Tourismus) mit einem besonderen Fokus auf soziale Ungleichheiten und städtischen Entwicklungsdynamiken im globalen Süden; aktuelle Forschungsarbeiten beschäftigen sich u.a. mit dem globalen Phänomen des Slumtourismus sowie dem Zusammenhang zwischen Megaevents und Stadtentwicklung in Südafrika und Brasilien.


Marcelo Netto Rodrigues

Marcelo Netto Rodrigues lebte von 2000 bis 2005 mit landlosen Familien in einem MST-acampamento im Landesinneren des Bundesstaats São Paulo. Er ist Journalist und Sozialwissenschaftler und schließt momentan (2013) an der Universidade de São Paulo seinen Master in Soziologie ab. Dort forscht er über die Ethik der Befreiungstheologie und den ›Geist‹ der antikapitalistischen Bewegungen.


Marcos Napolitano

Marcos Napolitano ist Professor für Geschichte an der Universidade de São Paulo (2013). Seine Spezialgebiete sind Geschichte Brasiliens, v.a. die Zeit der Militärdiktatur (1964-1985), sowie Kulturgeschichte mit besonderem Fokus auf dem Verhältnis zwischen Politik und Populärmusik.


Maria Backhouse

Maria Backhouse, Diplomsoziologin, promoviert (2013) am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin zu Landnahmen im Zusammenhang mit der staatlich geförderten Ausweitung der Palmolproduktion in Pará/Brasilien. Themenschwerpunkte sind Politische Ökologie, grüne Landnahmen und Postkoloniale Kritik.


Martin Coy

Martin Coy ist (2013) Professor für Angewandte Geographie und Nachhaltigkeitsforschung an der Universität Innsbruck und arbeitet seit nunmehr 30 Jahren vor allem zu Brasilien. Seine wichtigsten Themen sind Mensch- Umwelt-Fragen, Interessenkonflikte, Stadt- und Regionalentwicklung. Mato Grosso und Amazonien haben in seinen Arbeiten einen besonderen Stellenwert.


Martina Neuburger

Martina Neuburger beschäftigt sich aus politisch-geographischer Perspektive mit ländlichen Räumen Lateinamerikas mit Schwerpunkten in Brasilien, Peru, Bolivien und Kolumbien. Sie hat mehrere Jahre – mit langen und kurzen Unterbrechungen – in Brasilien gelebt und ist seit 2011 an der Uni Hamburg tätig, nachdem sie in Tübingen und Innsbruck gearbeitet hatte.


Michael Klingler

Michael Klingler ist Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsforschung am Institut für Geographie der Universität Innsbruck (2013). Im Rahmen seiner Dissertation beschäftigt er sich mit Fragen der Politischen Ökologie und Environmental Governance am Fallbeispiel der Bundesstraße BR-163 und arbeitet als Regionalkoordinator des interdisziplinaren Forschungsprojektes www.carbiocial.de in Novo Progresso, Pará.


Ruben Siqueira

Ruben Siqueira arbeitet seit 32 Jahren bei der Landpastorale CPT (Comissão Pastoral da Terra). Er wohnt (2013) in Bahia, arbeitet im Tal des Rio São Francisco und hat Philosophie und Pädagogik und den Masterstudiengang Sozialwissenschaften studiert.


Sabine Reiter

Sabine Reiter ist Linguistin und arbeitet seit 2001 im Rahmen von Sprachdokumentationsprojekten mit indigenen Gruppen in Brasilien und Peru (2013).


Sarah Lempp

Sarah Lempp hat Ethnologie und Politikwissenschaft in Leipzig und Rio de Janeiro studiert. Ihre Magisterarbeit schrieb sie über die Interpretation von capoeira in einer deutschen Angola-Gruppe. 2013 erschien von ihr im Tectum Verlag »Über den Black Atlantic. Authentizität und Hybridität in der Capoeira Angola«.


Severin Halder

Severin Halder ist zurzeit (2013) wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Humboldt Universität zu Berlin in einem Projekt zu urbaner Landwirtschaft und Bildung. Er betreibt zusätzlich Aktionsforschung in der urbanen Landwirtschaft an der Freien Universität Berlin u.a. als Gartenaktivist im Allmende-Kontor (www.allmende-kontor.de) und Teil des Bildungskollektivs orangotango (www.orangotango.info).


Thomas Fatheuer

Thomas Fatheuer lebte und arbeitete von 1992 bis 2010 in Brasilien. Zuletzt leitete er das Büro der Heinrich Böll Stiftung in Rio de Janeiro. Seit 2010 lebt er als Autor und Berater in Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Brasilien und Fußball in Brasilien.


Thomas Richter

Thomas Richter ist Diplom-Volkswirt, Bildungsreferent und Brasilien-Fan. Als Befürworter einer Solidarischen Ökonomie beschäftigt er sich mit Möglichkeiten und Grenzen von Solidarität und promoviert zum Thema "Produktion des solidarischen Raumes" (2013).


Thomas Stehnken

Thomas Stehnken studierte Politikwissenschaft, VWL und öffentliches Recht an der Universität Tübingen und der Universidade Federal de Fluminense, Niterói. Nach seinem Abschluss arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politik in Lateinamerika und Entwicklungstheorie und promovierte  zum brasilianischen Innovationssystem. Zurzeit (2013) arbeitet er als wissenschaftlicher Referent für Innovationspolitik im acatech Brüssel-Büro.


Timo Bartholl

Timo Bartholl lebt und arbeitet seit 2008 in der Nordstadt Rio de Janeiros, ist dort in Basisbewegungen in den Favelas der Maré vorwiegend im Rahmen des selbstorganisierten Kollektivs und Stadtteilladens »Roça!« aktiv und ist darüber hinaus politisch im Institut für Libertäre Studien (IEL) organisiert. Im Rahmen einer Geographie in Bewegung untersucht er Rolle und Potenzial sozialer Basisbewegungen in Favelas und ist seit 2019 Professor in Geographie an der Universidade Federal Fluminense in Niterói und koordiniert dort die Forschungsgruppe NUREG (Núcleo de Estudos Território e Resistência na Globalização).


Tobias Schmitt

Tobias Schmitt hat in Tübingen und Rio de Janeiro Geographie studiert und gerade seine Dissertation über den Zusammenhang zwischen Dürreereignissen und Machtverhältnissen im Nordosten Brasiliens an der Universität Innsbruck abgeschlossen. Er lebt und arbeitet (2013) in Hamburg und ist u. a. im Vorstand von KoBra (Kooperation Brasilien e.V.) aktiv.


Tobias Töpfer

Tobias Töpfer hat nach einem Aufenthalt zur freiwilligen Mitarbeit in einer Jugendeinrichtung in der Peripherie São Paulos Geographie in Tübingen studiert. Dabei absolvierte er längere Aufenthalte in Brasilien: zum Studieren, für Praktika im Bereich der Stadtentwicklung und Partizipation und zum Forschen. Die letzten Forschungsaufenthalte führten ihn im Rahmen der Doktorarbeit an der Universität Innsbruck mehrmals in die Innenstadt São Paulos.


Veronika Deffner

Veronika Deffner (Dr. phil.) ist Sozial- und Stadtgeographin. Sie studierte in Würzburg und Frankreich Geographie, Soziologie und Botanik. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit widmete sie sich von 2003-2008 Fragen ungleicher Raum- und Gesellschaftsproduktion in der Alltagswelt der Favelas in Salvador da Bahia. Seit 2009 lehrt und forscht sie im Bereich Kulturgeographie an der Universität in Aachen (RWTH) und an der German University of Technology in Muscat (Oman) (2013).


Virgínia de Almeida Bessa

Virgínia de Almeida Bessa hat an der Universidade de São Paulo und in Kooperation mit der Université Paris Ouest in Geschichte promoviert. In ihren Forschungsarbeiten beschäftigt sie sich mit dem Verhältnis von Geschichte und Musik. Sie ist Autorin des Buches A escuta singular de Pixinguinha (2010), das soziale, kulturelle und politische Aspekte der Popularmusik in Brasilien zu Beginn des 20. Jahrhunderts untersucht.


Wolf-Dietrich Sahr

Wolf-Dietrich Sahr ist sowohl in Deutschland als auch in Brasilien zu Hause. Er ist (2013) Professor für Sozial- und Kulturgeographie an der Universidade Federal do Paraná und arbeitet gelegentlich auch als Gastdozent an den Universitäten Heidelberg und Karlsruhe. Im Wintersemester 2012/13 hatte er die Leibniz-Professur am Zentrum für Höhere Studien der Universität Leipzig inne. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören konzeptionelle Ansätze der Neuen Kulturgeographie und Sozialgeographie, sowohl in Deutschland als auch in Brasilien, sowie Themenfelder wie Soziale Formen und Migration.


Yôko Woldering

Yôko Woldering studierte in Hamburg Portugiesisch, Politikwissenschaft und Pädagogik. 2009 forschte sie an der Universidade Federal da Paraíba in João Pessoa zur Literatura de Cordel und widmete sich in ihrer Magisterarbeit der Literatura Marginal aus São Paulo. Aktuell (2013) arbeitet sie in der Geschäftsstelle von KoBra e.V. und ist regelmäßig für unterschiedliche Projekte in Brasilien.


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Organisationen aus Brasilien und Deutschland fordern die Kündigung des deutsch-brasilianischen Atomvertrags

 

Zu diesem und weiteren Artikeln


Forum Buch
Rezension von Peter B. Schumann

Sendung vom 8.6.14 | SWR2

Zur Seite der Sendung mit Podcast zum Nachhören ...


 

Blog da Copa 2014
Nachrichten, Bilder, Videos abseits des Hype um ein internationales Sportgroßereignis (der Blog wird auch danach fortgeführt), einfach andere Blicke auf und aus Brasilien ...