Neuerscheinungen ( Aus der Rubrik: Genderlabyrinth )
15 Perspektiven auf das komplexe Thema »Männlichkeiten«: von analytisch-abstrakt bis biografisch-persönlich
Blu Doppe, Daniel Holtermann (Hg.)

Vom Scheitern, Zweifeln und Ändern

Kritische Reflexionen von Männlichkeiten

ISBN 978-3-89771-083-2
Erscheinungsdatum: Februar 2021
Seiten: 272
Ausstattung: softcover
18,00 €

Beschreibung

Warum setzen sich eigentlich so wenige Männer für die Gleichberechtigung aller Geschlechter ein, wenn doch die Ungerechtigkeiten so offensichtlich sind?

Die derzeitigen Ausformungen der Männlichkeiten spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung wie auch der Beständigkeit von Patriarchat, Sexismus und geschlechtlichen Ungleichheiten auf strukturellen Ebenen. Aber ebenso üben sie Einfluss auf der individuellen Ebene aus.

Der vorliegende Sammelband nähert sich dem Thema aus 15 verschiedenen Perspektiven, sowohl cis-männlichen als auch anderen. Er verknüpft und berücksichtigt dazu abstrakt-analytische und biografisch-persönliche Herangehensweisen, bringt diese immer wieder in Zusammenhang und beschreibt Wechselwirkungen.

Zentrales Anliegen des Sammelbandes ist es, aufzuzeigen, wo und wie geschlechtliche Machtstrukturen offensichtlich und subtil fortbestehen, selbst wenn die involvierten Personen ein ernsthaftes Interesse daran haben, diese abzubauen. Die Zielrichtung ist dabei, Wege für ein gutes Zusammenleben für alle zu finden, in dem Geschlecht keine Ungleichheiten, Gewalt und Hierarchien mehr erzeugt.

Autor*innen

Blu Doppe

Blu Doppe [Pronomen Blu] ist freiberufliche Bildungsreferent_in und Trainer_in im Bereich Antidiskriminierung, Sensiblisierung und Radical Diversity. Hauptsächliche Arbeit zu den Themen Männlichkeiten, sexuelle, amouröse und geschlechtliche Vielfalt, Sexualität und Geschlechterrollen. Blu veröffentlicht regelmäßig in Online-Magazinen und Sammelbänden zu diesen Themen. Zuletzt zu Alkohol(Nicht)Konsum, angenehmem Flirten, Queer_Feminismus und Kritischen Männlichkeiten. Tritt oft unter dem Namen queer_topia* auf. Website: https://queertopia.blogsport.de.


Daniel Holtermann

Daniel Holtermann [kein Pronomen] ist promovierte_r Soziolog_in und arbeitet bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. zu den Themen Männlichkeiten, geschlechtliche Ungleichheiten und geschlechterreflektierte Pädagogik. Daniel beschäftigt sich seit Jahren mit der kritischen Auseinandersetzung mit Männlichkeiten und gibt seine_ihre Erfahrungen in Fortbildungen und Veröffentlichungen weiter.


Fikri Anıl Altıntaş

Fikri Anıl Altıntaş [er] ist freier Autor aus Berlin und #HeForShe Botschafter von UN Women Deutschland. Er schreibt über (kritische) Männlichkeit(en), Rollenbilder, Konstruktion von marginalisierten, nicht-weißen Männlichkeiten und postmigrantischen Themen. In seinen Texten reflektiert er u.a. seine persönliche Sozialisation als auch Narrative über rassifizierte, türkisch-muslimisch gelesene cis-hetero Männer in einer weißen Mehrheitsgesellschaft. Seine Texte sind bereits u.a. in der Taz, der Freitag, Pinkstinks und Neues Deutschland erschienen.


Till Baumann

Till Baumann [er] lebt in Berlin und arbeitet freiberuflich als Theatermacher, Trainer und Coach. Sein Schwerpunkt sind die Methoden des Theaters der Unterdrückten. Er hat die Theaterwerkstatt KURINGA mitbegründet und ist Teil des Masculinities Lab.


Ricci Eggemann

Ricci Eggemann [sie] lebt, studiert, arbeitet und ist phasenweise depressiv in Köln. Sie ist politische Bildnerin mit einem Schwerpunkt auf queer_feministische Themen, (Anti-)Sexismus, (kritische) Männlichkeiten sowie emotionale Care-Arbeit und Depression. Als Teil des Bildungskollektivs lila_bunt steht aktuell besonders die Schaffung von Räumen für queer_feministische und intersektionale (Bildungs-)Praxen im Fokus ihrer Arbeit. Die Auseinandersetzung mit der eigenen psychischen Krankheit und kollektiven Umgängen damit beschäftigen sie nicht nur privat, sondern auch aus einer gesellschaftlichen und machtkritischen Perspektive. Kontakt: ri_e@posteo.de.


Hubert Gotz

Hubert Gotz [kein Pronomen] ist männlich gelesen und beschreibt seine Geschlechtsidentität als vielfältig. Hubert arbeitet im Bereich Geschlechterforschung, Männlichkeiten und Vielfalt und setzt sich seit Jahren in Theorie und Praxis kritisch mit Männlichkeiten auseinander. Kontakt: gotz@systemausfall.org.


Gustavo Hernández

Gustavo Hernández [er] ist freiberuflicher Kulturjournalist, Schriftsteller und Sozialforscher im Bereich lateinamerikanischer Kunstgeschichte, Kolonialismus und Gender. Seine Hauptforschungsgebiete sind die Repräsentation von lateinamerikanischen Städten, Diversity in der Stadtplanung und neuer Staatsbürgerschaften. Website: https://fabulampedestrem.wordpress.com.


Andreas Hechler

Andreas Hechler [er] ist Softwareentwickler und assoziiertes Mitglied bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. Inhaltliche Schwerpunkte sind u.a. mehrdimensionale Diskriminierung/Privilegierung, NS-›Euthanasie‹, Neonazismus, algorithmische Diskriminierung, Intergeschlechtlichkeit, sexualisierte Gewalt, geschlechterreflektierte Pädagogik und Männlichkeit. Über eine politisierte Hardcore-Szene kam er Mitte der 1990er-Jahre zum (Pro-)Feminismus und der kritischen Auseinandersetzung mit Männlichkeit, die ihn bis heute begleitet. Mehr unter: andreashechler.com.


Gabriel_Nox Koenig

Gabriel_Nox Koenig [kein Pronomen oder er_sie] arbeitet seit rund zehn Jahren zu Themen rund um trans, Diskriminierung, Intersektionalität und (sexualisierte) Gewalt. Gabriel ist Sozialarbeiter_in, gibt freiberuflich Fortbildungen und Seminare und macht ehrenamtlich Peer-Trans-Beratung. Er_Sie hat ein Volontariat zum_zur Tageszeitungsredakteur_in durchlaufen und schreibt seit zwölf Jahren regelmäßig Kindernachrichten, Spoken Word Stücke und hat mehrere Broschüren (mit)verfasst. Themen waren Beratung von trans und queeren Personen, kritische Jugendarbeit sowie eine Handreichung für Sozialarbeiter_innen zum Thema LSBTIQA+ und geschlechtsbasierte Gewalt (zu bestellen bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. in Berlin). Gabriel hat Soziale Arbeit und Gender Studies in Berlin studiert.


Kim Möhrs

Kim Möhrs [kein Pronomen/Kim] ist Sozialarbeiter_in und Gewaltforscher_in und arbeitet seit einigen Jahren forschend, fortbildend und in der Prävention mit Kindern zum Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Forschung und Bildung zu Männlichkeiten*, Queer und Gewaltbetroffenheit sowie Intersektionalität. Kim hat selbst in der Kindheit sexualisierte Gewalt erlebt und identifiziert sich zurzeit als nicht-binär. Kontakt: kim.moehrs@riseup.net.


Kim Posster

Kim Posster [er] publiziert seit drei Jahren zur Notwendigkeit und den Fallstricken von profeministischer Politik, war an mehreren Versuchen der organisierten (Selbst-)Reflexion von Männlichkeit beteiligt, die er mittlerweile als gescheitert bewertet, und unterhält mit anderen zusammen einen Blog zu ›organisierter Männlichkeitskritik‹. Auf Kims Blog finden sich viele seiner bisherigen Veröffentlichung zu Männlichkeitskritik: http://kimposster.blackblogs.org.


Sebastian Schädler

Sebastian Schädler [er] lohnarbeitet als Professor für ›Gestaltungspädagogik‹. Schwerpunkt der Lehre ist die ›Bilder-Bildung‹, also die politische Bildung zu und mit ›Bildern‹ bezogen auf race/class/gender/Antisemitismus usw. im Studiengang ›Soziale Arbeit‹. Politisch sozialisiert in autonomen Zusammenhängen der 80er- und 90er-Jahre in Berlin, Schwerpunkte in der feministisch orientierten Männerszene. Pädagogische Projekte der feministisch orientierten Jungenarbeit im Verein Pat-ex e.V. und Dissens e.V. Lebensgefühl:ebenso neugierig wie skeptisch.


Bilke Schnibbe

Bilke Schnibbe ist Psycholog_in und Journalist_in in Berlin. Bilke arbeitet aktuell vor allem zu den Themen Männlichkeit, sexualisierte/sexuelle Gewalt und Psychotherapie.


Andreas Spading

Andreas Spading [er] lebt in Potsdam. Er spielt seit mehreren Jahren Forumtheater und ist Curinga beim Masculinities Lab Berlin. Er gibt Theaterworkshops im Bereich kritischer Männlichkeit.


Sascha Verlan

Sascha Verlan [er] hat in Stuttgart und Bonn Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Mediaevistik und Geschichte studiert, dazu Politikwissenschaften und Medientheorie. Er schreibt Bücher, ist unterwegs mit Vorträgen und Workshops, produziert Radiosendungen und lässt dabei gerne Menschen zu Wort kommen, die sonst eher keine öffentliche Stimme haben. Seine Themenschwerpunkte sind HipHop und Jugendkultur, Human Beatbox und Spoken Word, Ausgrenzung und Zuschreibungen, Rollenklischees und die freie Entfaltung des Menschen (GG Artikel zwei). Gemeinsam mit Almut Schnerring hat er den ›Equal Care Day – Aktionstag für mehr Wertschätzung, Sichtbarkeit und eine faire Verteilung der Sorgearbeit‹ initiiert (equalcareday.de) Aktuelle Bücher sind: Über Fürsorge und Gesellschaft (2020), Die Rosa-Hellblau-Falle (2014) und 35 Jahre HipHop in Deutschland (2015).


Ulla Wittenzellner

Ulla Wittenzellner [sie] beschäftigt sich privat (oft unfreiwillig), politisch (es muss sich was ändern) und professionell mit Geschlechterverhältnissen. Sie arbeitet freiberuflich und als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Berliner Verein Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. unter anderem zu den Themen Macht und Geschlecht, Männlichkeit(en) und Weiblichkeit(en), Geschlecht und Rechtsextremismus, Antifeminismus und sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.


Inga Zimprich

Inga Zimprich [sie] ist Teil der Feministischen Gesundheitsrecherchegruppe sowie der Sickness Affinity Group. In der Feministischen Gesundheitsrecherchegruppe hat sie die Archivausstellung ›Practices of Radical Health Care‹ (seit 2018) miterarbeitet. In der Ausstellung werden Aspekte der Gesundheitsbewegung der 1970er- und 1980er-Jahre Westberlins vorgestellt sowie aktuelle feministische und gesundheitspolitische Initiativen, wie Radikale Therapie und Antipsychiatrie. Sie wurde u. a. im Rahmen der 11. Berlin Biennale gezeigt.


besser als nix

besser als nix sind drei Personen, die drei Jahre lang einen transformativen Prozess mit einer gewaltausübenden Person begleitet haben, in verschiedenen antisexistischen und antipatriarchalen Auseinandersetzungs- und Unterstützungsszenarien stecken und sich fragen, was sie mit all dem machen sollen. Erstmal: Transformative Arbeit, Vernetzung und Austausch von Gruppen untereinander, gegenseitiger Support, wo er gebraucht wird. Und jetzt auch einen Text.


Leser*innenstimmen

Für dieses Produkt wurden noch keine Bewertungen abgegeben.
Um eine Leser*innenstimme abzugeben zu können, musst du dich registrieren und einloggen.