{"id":29973,"date":"2022-11-28T14:14:02","date_gmt":"2022-11-28T13:14:02","guid":{"rendered":"http:\/\/neuershop.unrast-verlag.de\/2022\/11\/frankfurter-rundschau-ueber-wie-rassismus\/"},"modified":"2022-11-28T14:14:02","modified_gmt":"2022-11-28T13:14:02","slug":"frankfurter-rundschau-ueber-wie-rassismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unrast-verlag.de\/2022\/11\/frankfurter-rundschau-ueber-wie-rassismus\/","title":{"rendered":"Frankfurter Rundschau \u00fcber \u203aWie Rassismus &#8230;\u2039"},"content":{"rendered":"<p><strong> <br \/><\/strong>&#8216;Es ist im Diskurs um diskriminierungsfreie Sprache bereits g\u00e4ngige Praxis, dass ihre Gegner entr\u00fcstet darauf beharren, sich von ein paar \u201eGutmenschen\u201c nicht den \u201eMund verbieten\u201c zu lassen, da sie doch schon immer so geredet h\u00e4tten, wie sie reden, ohne dass damit b\u00f6se Absichten verbunden w\u00e4ren. \u201eSprachverbote\u201c, meinen sie, k\u00f6nnten die Wirklichkeit nicht ver\u00e4ndern. Wer so argumentiert, negiert jedoch die Wirkmacht von Sprache, die doch stets Realit\u00e4t (re-)produziert und damit enger mit der Wirklichkeit verkn\u00fcpft ist, als die selbsternannten Sprachw\u00e4chter es sich eingestehen wollen. <br \/> (&#8230;) <br \/><strong> Behutsam darauf bedacht, sprachliche Rassismen nach M\u00f6glichkeit nicht zu reproduzieren, behandeln die Autorinnen und Autoren kolonialrassistische Begriffe und Fremdbezeichnungen <\/strong> wie \u201eStamm\u201c, \u201eEingeborene\u201c, \u201eIndianer\u201c, \u201eEskimo\u201c oder \u201eZigeuner\u201c, zeigen aber auch auf, wie in W\u00f6rtern wie \u201eMischehe\u201c, \u201eEthnie\u201c oder \u201eMischling\u201c der Irrglaube an die Existenz menschlicher \u201eRassen\u201cweiterlebt. <br \/> (&#8230;) <br \/>Mit Beitr\u00e4gen von Kien Nghi Ha, Paul Mecheril, Esther Dischereit, Peggy Piesche, Mar\u00eda do Castro Varela, Noah Sow, Deniz Utlu, Eske Wollrad, Maisha Maureen Eggers und vielen weiteren, ist aber ein so <strong> fachlich fundiertes, wie vielf\u00e4ltiges Grundlagen- und Nachschlagewerk <\/strong> entstanden, das vor allem jenen, die sich beruflich mit Sprache besch\u00e4ftigen (etwa Journalisten), ans Herz gelegt werden sollte. Zu behaupten, man habe es nicht n\u00f6tig, den eigenen Sprachgebrauch zu reflektieren, ist angesichts der aufgezeigten Implikationen und Konnotationen im besten Falle ignorant. <br \/><strong> Das Privileg, sich nicht mit Rassismus besch\u00e4ftigen zu m\u00fcssen, es ist ein wei\u00dfes.&#8217;<\/strong><\/p>\n<p><em>Marie-Sophie Adeoso, FR vom 28.07.2011<\/em><a href='images\/stories\/virtuemart\/product\/501_arndt_rassismus_woerter-fr9.pdf' target='_blank' title='Zur vollst\u00e4ndigen Rezension' rel=\"noopener\"> <\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href='images\/stories\/virtuemart\/product\/501_arndt_rassismus_woerter-fr9.pdf' target='_self' title='rezension FR' rel=\"noopener\">Zur vollst\u00e4ndigen Rezension &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8216;Es ist im Diskurs um diskriminierungsfreie Sprache bereits g\u00e4ngige Praxis, dass ihre Gegner entr\u00fcstet darauf beharren, sich von ein paar \u201eGutmenschen\u201c nicht den \u201eMund verbieten\u201c zu lassen, da sie doch schon immer so geredet h\u00e4tten, wie sie reden, ohne dass damit b\u00f6se Absichten verbunden w\u00e4ren. \u201eSprachverbote\u201c, meinen sie, k\u00f6nnten die Wirklichkeit nicht ver\u00e4ndern. 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