unrast transparent | soziale krise – UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de Bücher der Kritik Tue, 04 Nov 2025 10:40:28 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 https://unrast-verlag.de/wp-content/uploads/2022/10/cropped-unrast_logo-1-32x32.png unrast transparent | soziale krise – UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de 32 32 Einmaleins der Kapitalismuskritik https://unrast-verlag.de/produkt/einmaleins-der-kapitalismuskritik/ Tue, 11 Mar 2025 23:00:00 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?product=einmaleins-der-kapitalismuskritik Die wichtigsten Ansätze der Kapitalismuskritik aus den vergangenen zwei Jahrhunderten werden in ihrem Kontext dargestellt und kritisch analysiert. Dabei zeigt sich, dass Kapitalismuskritik kein Privileg der Linken war oder ist. Es gab und gibt konservative, reaktionäre, rechte und völkische, nationalliberale und sozialreformerische Ansätze, neben anarchistischen, sozialistischen und kommunistischen Theorien. Herausgearbeitet werden Affinitäten, Überschneidungen und Verkürzungen, aber auch Traditionslinien, die sich in aktuellen politischen Strömungen, in der Globalisierungskritik, bei Occupy oder rechten und populistischen Bewegungen wiederfinden.

Ein Schwerpunkt liegt in der knappen Darstellung der Marx’schen Kritik der politischen Ökonomie, im Gegensatz zur Lenin’schen Imperialismustheorie sowie aktuellen antimonopolistischen und finanzmarktorientierten Richtungen in der Linken.

»Der Band ist eine kompakte und hervorragende Zusammenfassung der historischen sowie aktuellen Kapitalismuskritik von links und rechts, zudem ist er sehr verständlich geschrieben.« Gerhard Neumeier, ZfG

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Klassismus im Bildungssystem https://unrast-verlag.de/produkt/klassismus-im-bildungsystem/ Tue, 12 Mar 2024 23:36:20 +0000 https://unrast-verlag.de/?post_type=product&p=36265 Continue reading "Klassismus im Bildungssystem"

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Alle wissen, dass das bundesdeutsche Bildungssystem nicht gerecht ist und dass der Zugang zu formeller Bildung von der sozialen Herkunft abhängt. Trotzdem hält sich hartnäckig der Mythos, dass jede*r ›es‹ schaffen könne, wenn er*sie nur wolle. Dabei ist strukturell verhinderte Bildungsmobilität durch Klassismus kein neues Phänomen, sondern seit den ersten Sozialerhebungen bekannt.

Die queere Poverty-Class-Akademikerin Tanja Abou hinterfragt in ihrer systemkritischen Betrachtung von Klassismus im Bildungssystem sowohl ›Aufstiegserzählungen‹ als auch ›Glücksgeschichten‹. Sie legt strukturelle Vernachlässigungen frei, die Bildungsmobilität massiv einschränken: Stigmatisierung von Armutsbetroffenen, individualisierende Schuldzuweisungen und nicht zuletzt eine eklatant mangelhafte Ausstattung von Schulen und dem Bildungswesen allgemein. Doch die Autorin erinnert auch an die solidarischen Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten, die uns im – längst überfälligen – Kampf gegen Klassismus im Bildungssystem zur Verfügung stehen.

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Prekäre Arbeitswelten https://unrast-verlag.de/produkt/prekaere-arbeitswelten/ Sun, 30 Oct 2022 22:44:44 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?product=prekaere-arbeitswelten Leiharbeit, Werkverträge, Minijobs, befristete Arbeitsverhältnisse – fast 40 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten inzwischen in derlei prekären Arbeitsverhältnissen. Für die Betroffenen bedeutet die Prekarität häufig niedrige Löhne, geringe soziale Absicherung und ständige Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

In kurzen und übersichtlichen Kapiteln gibt Stefan Dietl einen Einblick in die aktuelle Arbeitswelt. Im Fokus stehen dabei neue Formen der Prekarität wie die Arbeit auf Abruf, prekäre Beschäftigungsformen im digitalen Zeitalter, Leih- und Zeitarbeit sowie die Ausweitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse auf immer mehr/weitere Arbeitsbereiche. Nicht zuletzt richtet Dietl seinen Blick aber auch auf den Widerstand gegen Niedriglöhne und die wachsende soziale Unsicherheit.

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Die Krise der sozialen Reproduktion https://unrast-verlag.de/produkt/die-krise-der-sozialen-reproduktion/ Sun, 30 Oct 2022 22:31:54 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?product=die-krise-der-sozialen-reproduktion Continue reading "Die Krise der sozialen Reproduktion"

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Wenn es um ›die Krise‹ geht, ist in der öffentlichen Auseinandersetzung meist nur die Krise von Banken und bankrotten Staaten gemeint. Doch nicht nur die sind in der Krise, wie ein Blick auf die Prekarisierung von Existenzen, Pflegenotstand, Wohnungsnot und ähnlichem zeigt. Um diese Phänomene aus den Widersprüchen zwischen Anforderungen im Bereich der Reproduktion und kapitalistischen Interessen, die an maximalen Profiten orientiert sind, zu beschreiben, haben FeministInnen die  These der ›Krise der sozialen Reproduktion‹ entwickelt. Diese betont die Permanenz von Krise.

»Mit einer breiten Aufarbeitung historischer und politischer Entwicklungen auf den Feldern der Produktion und der sozialen Reproduktion in einer sprachlich und inhaltlich voll nachvollziehbaren Weise ist den Autor_innen gelungen, was viele versuchen. […] Denn die für die kapitalistische Repro- duktion notwendige Teilung der Sphären Produktion und Reproduktion ist eine mitunter vergeschlechtlichte.«Andrea Strübe, kritisch-lesen.de, 06.01.2015

Drei Zugänge bringen das Thema näher: Ein theoretischer Zugang, der unterschiedliche (marxistische und feministische) Krisenbegriffe bzw. feministische Kritiken an klassischen marxistischen Analysen diskutiert. Zweitens ein historischer Zugang, der beschreibt, wie Reproduktion historisch unterschiedlich organisiert wurde und wird. Drittens werden aktuelle feministische Debatten um Reproduktionsarbeit und Care vorgestellt. Ein Schwerpunkt sind dabei Kämpfe, Utopien und Strategien wie Commons, Streik, Care-Revolution, die sich zum Ziel setzen, Alternativen zur kapitalistischen Organisation zu finden und durchzusetzen, die nicht am Profit, sondern an Bedürfnissen orientiert sind.

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Wir Bleiben Alle! https://unrast-verlag.de/produkt/wir-bleiben-alle/ Sun, 30 Oct 2022 22:51:09 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?product=wir-bleiben-alle Sanierte Häuser und neue Gewerbenutzungen stehen nicht nur für einen Wandel der Stadt, sondern vor allem für steigende Wohnkosten, die Verdrängung ökonomisch Benachteiligter und die Durchsetzung neuer Sozialstrukturen in den betroffenen Quartieren. Weltweit lösen diese immobilienwirtschaftlichen Aufwertungsstrategien Proteste und Widerstand der bisherigen BewohnerInnen aus.

Wir Bleiben Alle! Das Recht zu bleiben, ist dabei eine zentrale Forderung vieler Stadtteilinitiativen. Anhand internationaler Beispiele zeichnet Andrej Holm sowohl die Hintergründe und Wirkungsweisen städtischer Aufwertungsdynamiken nach als auch die Strategien von Stadtteilbewegungen und Anti-Gentrification-Mobilisierungen, die dagegenhalten.

Interviews mit Andrej Holm im Küchenradio
14. März 2010 [2:00 Std.]
21. Juli 2010 [2:40 Std.]

“Wer sich das ganze Bild über Gentrifizierung machen möchte, muss das aktuelle Buch von Andrej Holm lesen.”
HappyBuddah1975-Blog

” »Wir Bleiben Alle!« vereint überzeugend wissenschaftliche und aktivistische Aspekte und Interventionsmöglichkeiten.”
Sebastian Friedrich auf kritisch-lesen.de

“Was den vorliegenden Band von den meisten Publikationen zum Thema unterscheidet, ist die spezifische Perspektive des Autors, die umfassendes Fachwissen mit jahrelangen Erfahrungen in stadtpolitischen Initiativen und sozialen Bewegungen verknüpft.”
Britta Grell in Das Argument 289

“Kaum eine Auseinandersetzung um steigende Mieten und Verdrängung von ärmeren Bevölkerungsgruppen aus ihren Kiezen, ob im Bremer »Viertel«, in der Schanze in Hamburg oder Berlin-Prenzlauer Berg kommt mehr ohne das Reizwort »Gentrifizierung« aus. Was darunter zu verstehen ist, hat der Sozialwissenschaftler in einem schmalen Bändchen zusammengefaßt.”
Christian Linde in Junge Welt, 21.8.2010

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Zahltag https://unrast-verlag.de/produkt/zahltag/ Sun, 30 Oct 2022 22:51:42 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?product=zahltag Continue reading "Zahltag"

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unrast transparent – soziale krise
Die Proteste gegen Hartz IV haben die Verhinderung der Gesetze nicht erreicht, waren aber keineswegs erfolglos. Seitdem steht das Thema Repression und Erniedrigung von Erwerbslosen vermehrt auf der Tagesordnung. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf dem fortdauernden Widerstand der Betroffenen. Die Palette reicht von den vermehrten Klagen vor den Sozialgerichten bis zu Widerstandsformen wie der Aktion »Zahltag«, der solidarischen Begleitung von Erwerbslosen.

Der Band wendet sich an Leser_innen, die angesichts der Bedrohung durch Hartz IV nach einer Orientierung suchen. Vermittelt wird ein erster guter Überblick über das Thema.

Rezensionen

“Der »Zahltag« hat sich in Köln als Aktionsform etabliert, mit der Erwerbslose auf dem Amt von der Rolle des Bittstellers in die des seine Rechte Einfordernden wechseln können. (…)
Solidarisches Begleiten, ein bundesweit angewandtes Regulativ bei Jobcenterterminen: Die mit Zermürbungsstrategien unterfütterte Ämterpraxis der Verweigerung von Rechtsansprüchen wird durchkreuzt, indem sich Erwerbslose von einer oder mehreren Personen ihres Vertrauens, in der Regel von Mitbetroffenen, begleiten lassen, wodurch sie aufhören, gedemütigte Bittsteller zu sein. »Diejenigen, die immer vereinzelt vorsprechen mussten und existenziell von den AmtsmitarbeiterInnen abhängig waren«, lesen wir, »spüren, dass sie sehr wohl eine Macht sein können, wenn sie kollektiv handeln.« Es gehört zur Praktikabilität des Buches, dass die rechtlichen Normen der Sozialgesetzgebung ausführlich zitiert und diskutiert werden, um Erwerbslosen ein schlagkräftiges Werkzeug zur Existenzsicherung in die Hand zu geben.” Werkzeug zur Existenzsicherung. Report zu Hartz IV, Ämterstress und was man dagegen tun kann. Rezension von Antonín Dick in ND vom 22.1.10

“Im Gegensatz zu anderen weigert sich Nowak, die Erwerbslosen und Marginalisierten zu Opfern zu erklären. Vielmehr zeigt der Autor eindrucksvoll ihren Widerstandsgeist auf und benennt die Ressourcen, über die die Anti-Hartz-IV-Bewegung verfügt. (…)
Peter Nowak hat ein Buch vorgelegt, das keineswegs nur für linke Aktivisten, sondern vor allem für Hartz-IV-Betroffene selbst äußerst interessant und hilfreich ist. Werden letzteren doch Widerstandsmöglichkeiten aufgezeigt. Ihnen wird anhand der dargestellten bisherigen Protestformen deutlich gemacht, daß sie nicht alleine sind. Daß der Autor die gängige Sozialgesetzgebung ausführlich zitiert und im Anhang des Buches Ansprechpartner auflistet, spricht auch für den Servicecharakter der Veröffentlichung.”
Ermunterung für Erwerbslose. Peter Nowak hat ein Buch über Hartz IV und den Widerstand dagegen verfaßt. Von Markus Bernhardt in Junge Welt 01.02.2010 / Politisches Buch / Seite 15

“Das Büchlein ist empfehlenswert, weil es für Einkommensarme und Erwerbslose direkt politisch Partei ergreift. Es informiert über ihren politischen Widerstand und hilft diesen verstärken.” Aufgeblättert
Widerstand von Erwerbslosen. Anne Allex in ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 547 / 19.2.2010

Interview mit Peter Nowak – Radio Unerhört Marburg (RUM) | 12.03.2010

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Knecht zweier Herren https://unrast-verlag.de/produkt/knecht-zweier-herren/ Thu, 29 Nov 2007 23:00:00 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?product=knecht-zweier-herren Continue reading "Knecht zweier Herren"

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Das Buch zur Kampagne “Leiharbeit abschaffen!”

Der Band gibt einen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Leiharbeit in der Bundesrepublik, von den verruchten Anfängen bis hin zur Normalisierung unter sozialdemokratischer Führung.
Verschiedene Autoren des syndikalistischen und linksgewerkschaftlichen Spektrums stellen die Besonderheiten dieser Form der Lohnarbeit dar, ihre individuellen und gesellschaftlichen Auswirkungen sowie deren ökonomische Bedeutung. Eine Einordnung im Kontext der sog. Agenda 2010 wie auch ein Blick in die internationale Landschaft der „Leihbuden“ verstehen sich von selbst. Abschließend wird auf Ansätze und Möglichkeiten des Widerstands und die aktuelle Debatte um „Gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ eingegangen.

“Das Buch präsentiert verschiedene Argumente gegen Leiharbeit und blickt auch auf die Protestgeschichte gegen die moderne »Sklaverei«.”

Peter Nowak am 16.12.2011 in Neues Deutschland

Für 2011 rechnet der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) damit, dass die Zahl der verliehenen Beschäftigten erstmals die Millionengrenze überschreitet.
Wie kein anderes Geschäftsmodell steht die Leiharbeit für Flexibilisierung der Arbeitskraft und für die Schwäche der Gewerkschaften: Sie ist heutzutage wesentlicher Bestandteil des auftrumpfenden Diktats des Kapitals, das im Schlagwort der „atmenden Fabrik“ einen nahezu poetischen Ausdruck gefunden hat. Auf Arbeitnehmerseite bedeutet das die Zersplitterung der Belegschaften, die Schwächung der kollektiven Kampfkraft und die Entortung des Einzelnen – Probleme, die auch mit dem seit 2010 wieder diskutierten „Equal pay“ nicht sofort vom Tisch wären. Rein statistisch dürfte die Branche wesentlich zur diskursiven Auslöschung des Arbeiters beigetragen haben. Das theoretisch vorhandene subversive Potenzial der fluktuierenden, mobilen Arbeitskräfte hat sich bisher noch nicht verwirklicht. Zurecht mag die Leiharbeit damit als Symbol des Siegeszuges von Postmoderne und Prekarität stehen.
Eindrücklich und beispielhaft führt das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz die Rolle des Staates vor Augen: die durchaus nicht neutrale Rahmensetzung. Eine Voraussetzung für häufig als urwüchsig begriffene gesellschaftliche Faktoren wie etwa den Arbeitsmarkt. Dennoch zeigt die öffentliche Debatte um das Problem Leiharbeit und der geradezu manische Hang insbesondere der großen Branchenvertreter, sich als seriöse Saubermänner hinzustellen, dass der Schein trügt. Entgegen der Affirmation praktisch aller politischen Kräfte, haben die Beschäftigten – die „arbeitenden Massen“ – ihre eigenen Erfahrungen damit gemacht, im Jobmotor verheizt zu werden. Gleichzeitig kreist die Debatte in weiten Teilen um die Lohnfrage und vernachlässigt andere, wesentliche Aspekte des Arbeitslebens.

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