Feministische Wissenschaft – UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de Bücher der Kritik Mon, 08 Jul 2024 10:54:07 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 https://unrast-verlag.de/wp-content/uploads/2022/10/cropped-unrast_logo-1-32x32.png Feministische Wissenschaft – UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de 32 32 Feminismus im Widerstreit https://unrast-verlag.de/produkt/feminismus-im-widerstreit/ Sun, 30 Oct 2022 22:34:33 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?post_type=product&p=27735 Continue reading "Feminismus im Widerstreit"

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Nur noch als eBook erhältlich.

Der Feminismus hat in Afrika einen schweren Stand. Neben den üblichen Vorbehalten begegnen in afrikanischen Gesellschaften auch viele SympathisantInnen dem Feminismus mit kritischer Distanz. Diese wurzelt in dem Vorwurf, der weiße, westliche Feminismus sei zu eurozentristisch und thematisiere die Geschlechterverhältnisse losgelöst von anderen sozialen, politischen, ökonomischen und kulturellen Formen der Diskriminierung. Dadurch motiviert, entwickeln AfrikanerInnen verschiedene feministische Alternativkonzepte (Womanismus, Stiwanismus). Susan Arndt macht deutlich, dass der afrikanische Feminismus in seiner Bandbreite auch eine Herausforderung für den weißen westlichen Feminismus darstellt.

»Umfassend und doch differenziert vergleichend geschrieben, eine wunderbar verständliche Einführung ins Thema aus weißer westlicher (Ein-)Sicht.« Gunda Thielking, aradia-frauenbuchladen

»Feministische Positionen werden hier nicht bloß konstatiert, sondern in Form einer Geschichte emotional überzeugend dargestellt.« Anne Lehnert, quer/elles Nr. 9, 2-2001, Newsletter der frauenbibliothek

»Ein Buch ausschließlich über die unterschiedlichen Denk- und Betrachtungsweisen, die Schwarze afrikanische Feministinnen auf ihre Gesellschaften und die Welt im allgemeinen werfen. Sich abgrenzend zu den subtilen und offenen Rassismen weißer europäischer und amerikanischer Frauen, auf der Suche nach anderen, treffenderen Begriffen, im Widerstreit miteinander – ein Buch über die Vielfalt afrikanisch-feministischen Denkens, das sich in der belletristischen Literatur verschiedener Autorinnen und Länder widerspiegelt. Umfassend und doch differenziert vergleichend geschrieben, eine wunderbar verständliche Einführung ins Thema aus weißer westlicher (Ein-)Sicht.«Gunda Thielking, aradia-frauenbuchladen

»Seit den 60er Jahren publizieren afrikanische Autorinnen im europäischen Raum. Ihre Texte werden im Westen großteils als feministische Literatur rezipiert. Doch kaum eine der Autorinnen tritt in der Öffentlichkeit als Feministin auf. Susan Arndt versucht der Frage nach der Verweigerung des westlichen Konzepts des Feminismus nachzugehen. Afrikanische und afroamerikanische Alternativkonzepte, die die spezifische Situation der schwarzen Frau berücksichtigen, werden im ersten Teil des Buches detailliert vorgestellt. Alle Theorien – vom Womanismus Alice Walkers bis zum Stiwanismus Ogundipe-Leslies – bauen auf der Idee der Komplementarität der Geschlechter auf. Und aus allen Theorien klingen die Verletzungen und Demütigungen durch den Kolonialismus und Neokolonialismus nach. Nicht zu Unrecht wird dem westlichen Feminismus Kulturimperialismus vorgeworfen. Um der Darstellung der Komplexität und Widersprüchlichkeit von afrikanischen Gesellschaftssystemen und Geschlechterverhältnissen in der Frauenliteratur gerecht zu werden, entwirft Susan Arndt ein dreigeteiltes Klassifikationsmodell, das, wie sie betont, als heterogenes Modell zu betrachten sei. Der zwar behutsame Versuch die unterschiedlichen Texte und Positionen von Autorinnen eines ganzen Kontinents in dieses Modell einzuordnen, spiegelt letztlich eine eurozentrische Sichtweise afrikanischer Lebenswelten wider.«Lisa Ndokwu, WeiberDiwan, Winter 2000

»Die These, dass rechte Frauen unterschiedliche Positionen zum Geschlechterverhältnis vertreten, ist nicht neu. Die kürzlich von Renate Bitzan veröffentlichte Studie ›Selbstbilder rechter Frauen‹ belegt es nun auch wissenschaftlich: das Klischee vom blondbezopften Trachtenmädel und Heimchen am Herd hat mit der Selbstwahrnehmung der meisten Frauen im rechtsextremen Spektrum kaum etwas zu tun. Im Gegenteil: Antisexistische Positionen im Bezug auf Pornografie und sexuelle Gewalt sind keine Seltenheit und auch die Forderung nach Gleichberechtigung im Arbeitsleben ist nicht unüblich.«edition diskord. Tübingen, 2000

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Differenzen zwischen Frauen https://unrast-verlag.de/produkt/differenzen-zwischen-frauen/ Mon, 29 Sep 2003 22:00:00 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?product=differenzen-zwischen-frauen Continue reading "Differenzen zwischen Frauen"

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Differenz – Mainstream oder Kritik?

“Eine brillante, intelligente, fundierte Analyse, die längst überfällig war!”
Dagmar Brunow, Lorettas Leselampe im Freien Sender Kombinat, Hamburg
“Für Sommerbauer ist klar: mit einem reformistischen Ansatz, der sich von (feministischen) Utopien verabschiedet hat, ist keine Emanzipation von Herrschaft zu erreichen. …
Dieses Buch zu lesen ist eine Herausforderung, eine Notwendigkeit, ein Muss für feministische Theoretikerinnen. Für Diskussionsstoff ist gesorgt.” Karin Eckert, an.schläge, juli august 2004

Differenzen zwischen Frauen: Seit dem Beginn der Neunziger Jahre ist die feministische Kritik an einer universal angenommenen »Schwesternschaft« auch im deutschsprachigen Raum populär geworden. Die neue Aufmerksamkeit, die vor allem von postmodern-feministischer Seite gegenüber den »multiplen weiblichen Identitäten« eingefordert wird, reiht sich ein in die Betonung von Verschiedenheit, Pluralität und des Lokalen – eine Entwicklung, die die Beschäftigung mit Geschlechterverhältnis und Gesellschaft in den Hintergrund hat treten lassen.

Es stellt sich daher die Frage, ob die Debatte um die Differenzen die feministische Kritik- und Handlungsfähigkeit wirklich erweitert hat. Kann der zerteilende Blick überhaupt noch emanzipatorische Perspektiven freilegen?

Jutta Sommerbauer diskutiert die unterschiedlichen Ansätze der »Differenzen-Theoretikerinnen« und zeigt, dass sie vor allem zu einem Beliebigwerden feministischer Theorie sowie einer Verwicklung in endlose Auseinandersetzungen um Identitäten geführt haben. Ausgehend von dieser Analyse entwickelt sie abschließend Vorschläge, wie feministische Theorie ihre gesellschaftskritische Orientierung wieder aufnehmen könnte.

aus dem Inhalt
Theoretischer Zugang
• Feminismus als Kritik
• Die Kategorie Geschlecht
• Postmoderne
Positionsbestimmung des postmodernen Feminismus
• Der postmoderne Feminismus und das feministische Theoriegebäude
Inhaltliche Aspekte
• Die Rezeption des postmodernen Feminismus
– Die US-amerikanische Debatte
– Die deutschsprachige Rezeption
Randbemerkungen zu wechselnden Partnerschaften.
• Gesellschaftliche Transformation und die Neuorientierung feministischer Theorie
• Feminismus auf Partnersuche? Szenen von Theorie-„Ehen“ revisited.
• Politische Transformation und theoretische Neuorientierung
• Feministisch-postmoderne Reflexionen?
IV. Differenzen zwischen Frauen. Zur Kritik einer Debatte
• (K)ein Ausweg aus dem Gleichheits-Differenz-Dilemma
• Die inneren Widersprüche der Differenzen-Debatte
Jenseits von Identitätspolitik und Dekonstruktion

aus der Presse:

Rezension: raumzeit Nr. 26, Tine Plensch

“Jutta Sommerbauer macht Inventur und inspiziert das feministische Theorie-Inventar der neunziger Jahre. In einem kleinen und überschaubaren Band gibt die Autorin einen Überblick über die postmodernen feministischen Debatten (Schwerpunkt Identitätspolitik und Dekonstruktion) und stellt die Sinnfrage: Was hat die stellenweise obsessive Auseinandersetzung mit Differenzen dem Feminismus gebracht, was war daran gut und was nicht?”
Birgit Lang, Frauenzimmer / WeiberDiwan

“Eine brillante, intelligente, fundierte Analyse, die längst überfällig war!”
Dagmar Brunow, Lorettas Leselampe fsk Hamburg und radio unerhört – lesen sie die ausführliche Rezension:
Was ist das Subjekt des Feminismus in Zeiten der Postmoderne?

“Überhaupt tut es dem Buch gut, dass sich die Autorin im Gegensatz zu ‘konstruktiven KritikerInnen’ nicht ständig bemüßigt fühlt auf Alternativen zu verweisen oder mit fertigen Konzepten für einen neuen Feminismus aufzuwarten. Ihr Buch ist keine Handlungsanleitung für Feministinnen, sondern Kritik im besten Sinne des Wortes. Eine solche bezieht ihre Berechtigung aus sich selbst und ist damit beste politische Praxis in dürren Zeiten wie diesen.” Context XXI

Die Autorin

Jutta Sommerbauer, geb. 1977 in Wien, Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Frauenforschung, arbeitet zur Zeit an einem Germanistischen Institut in Bulgarien. Veröffentlichungen in diversen Publikationen.

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