Wenn Männer über Sex sprechen, bleiben sie oft an der Oberfläche. Sie prahlen, denken leistungsorientiert oder schweigen gleich ganz. Beim Sex selbst geht es dann häufig nicht um Lust und Augenhöhe, sondern darum, bestimmte Erwartungen an Männlichkeit zu erfüllen. Die Folge: Männer entwickeln sexuelle Funktionsstörungen, unrealistische Leistungsansprüche oder verhalten sich grenzverletzend – auch sich selbst gegenüber.
Sven Sieg eröffnet in diesem Band einen neuen Zugang: Hier sprechen Männer über ihre Erfahrungen, über ihre Unsicherheit, ihre Scham und ihre Überforderung. Persönliche Berichte schaffen Nähe, ermöglichen die Reflexion des eigenen Verhaltens und machen Gespräche mit Partner*innen oder Freund*innen einfacher. So entsteht ein kritischer, aber auch konstruktiver Blick auf männliche Sexualität, der blinde Flecken und patriarchale Muster sichtbar macht und zugleich Handlungsmöglichkeiten aufzeigt.
Das Buch schließt eine Lücke im Diskurs über Männlichkeit – jenseits gefälliger Rhetorik und pauschaler Verdammung – und schafft Raum für Verletzlichkeit, Verantwortung und Veränderung.











