Eigentlich müssten wir Erwachsenen es besser wissen – und besser handeln. Denn wir alle waren auch einmal Kinder und haben durchlebt, von Erwachsenen gegängelt, belächelt, beschämt und gedemütigt zu werden. In der Familie, in der Schule, im öffentlichen Raum, durch gesellschaftliche Traditionen und politische Entscheidungen. Aber wir setzen Adultismus fort und sprechen Kindern und Jugendlichen ihre Erfahrungen ab – obwohl wir sie selbst gemacht haben.
Das Buch So ist das Leben mit Erwachsenen. Junge Menschen berichten von Adultismus und Erwachsene lernen daraus trägt dazu bei, diesen Kreislauf zu unterbrechen: Kinder und Jugendliche ergreifen in Comics, Bildern, Daumenkinos, Gedichten, Geschichten und Erfahrungsberichten stellvertretend für eine ganze Generation das Wort. Sie benennen die Macht, die wir ausüben, und die Diskriminierung, die sie erfahren. Adultismus-sensible Erwachsene reagieren auf ihre Beiträge selbstkritisch, lernend und solidarisch und zeigen so, wie ein einfühlsamer Austausch aussehen kann. Die Herausgeber*innen greifen die roten Fäden der Beiträge in persönlichen und fragenden Zwischentexten und Illustrationen auf.


ManuEla Ritz, geb. 1969, ist eine Schwarze, in der DDR aufgewachsene Teamerin, Autorin, Sprecherin und Sozialpädagogin. Vor 25 Jahren eröffnete sie hierzulande den Diskurs um Adultismus und entwickelte das Konzept des kritischen Erwachsenseins. Sie teamt Workshops und gibt Inputs zu diesem Thema.
Simbi, geb. 2002, begleitet und inspiriert seit ihrer Kindheit die adultismuskritische Arbeit ihrer Mutter ManuEla Ritz. 2022 veröffentlichten sie gemeinsam Adultismus und kritisches Erwachsensein. Hinter (auf-)geschlossenen Türen im Unrast Verlag. Simbi gibt adultismuskritische Inputs und Workshops für Erwachsene.










