Wenn sich rechte Männer unter dem Feindbild Feminismus als Opfer stilisieren …

[r]echte Kerle

Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung
ISBN: 978-3-89771-104-4
Erscheinungsdatum 10. Mai 2011
72 Seiten, softcover

7,80 

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Die Männerrechtsbewegung ist ein Netzwerk von Antifeministen, welches Männer als Opfer instrumentalisiert. Unter dem Vorbehalt des vermeintlichen Tabubruchs werden frauenfeindliche, schwulen- und lesbenfeindliche, antisemitische, rassistische und anti-sozialstaatliche Positionen propagiert. In einigen Foren zitieren sie Nazi-Webseiten und verbreiten Vergewaltigungs- und Mordphantasien.

“Verständlicher Überblick über die antifeministischen Hetzer und Homosexuellenfeinde, die sich am rechten Rand der Gesellschaft, aber auch bei der Piratenpartei und Wikipedia tummeln.”

Markus Bernhardt in jungeWelt

Nach Außen wird versucht, Prominente zu vereinnahmen und sich in einer Art Querfrontstrategie als emanzipatorisch darzustellen; intern dient das Feindbild Feminismus zur eingeschworenen Männerkumpanei, die keinen Widerspruch duldet. Die Männerrechtsbewegung geht konform mit Sozialabbau und 68er-Bashing und kann realpolitische Erfolge, Universitäts-Konferenzen und eine Rebiologisierung von Geschlechterfragen vorweisen.

“…kleine, aber erhellende Lektüre…”
Tobias Prüwer auf leipzig-almanach.de

Andreas Kemper, geboren 1963, ist freischaffender Soziologe und Beirat des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Er machte ab 2009 den Begriff ›Klassismus‹ bekannt und trug zur Selbstorganisierung von Arbeiterkindern gegen Bildungsbenachteiligungen an Hochschulen bei. Kemper gab bereits im Juli 2013 das erste Buch zur AfD heraus und warnte 2014 vor einem faschistischen Flügel (rund um Björn Höcke) der AfD. Die erste Beobachtung von Teilen der AfD durch den Verfassungsschutz ging direkt auf Kempers Analysen zurück. Er analysiert die Sprache der Rechten und antifeministische Narrative als rechte Brückenideologie. In seinem neuen Podcast »Tagebuch des Neoaristokratismus« (andreaskemper.org) dokumentiert Kemper die Re-Politisierung des alten Adels (von Storch, von Thurn & Taxis, von Beverfoerde…) über einen reaktionären Antifeminismus und zugleich die demokratiefeindlichen Tendenzen eines sogenannten ›Rechtslibertarismus‹ von Tech-Milliardären durch Sozialabbau, KI und Privatstädte.

weitere Informationen unter https://andreaskemper.org/

 

»Andreas Kemper über Faschismus, AfD & Degussa Goldhandel« – Tilo Jung im Gespräch mit Andreas Kemper, Jung & Naiv, Folge 481, 23. Oktober 2020


»Andreas Kemper über ›Landolf Ladig‹ alias Björn Höcke (AfD)« – Tilo Jung im Gespräch mit Andreas Kemper, Jung und naiv, 20. Oktober 2019


»(r)echte Kerle« – auf Wikipedia


»(r)echte Kerle« – Andrea Kemper im Gespräch mit RadioBlau, 19. April 2012