Eine radikale Idee mit globaler Sprengkraft: die Natur als Rechtssubjekt

Die Rechte der Natur

Fundament einer anderen Gesellschaft
1. Auflage
aus dem Spanischen übersetzt von Alix Arnold, mit einem Vorwort von Riccarda Flemmer
ISBN: 978-3-89771-669-8
Erscheinungsdatum 15. Oktober 2026
ca. 230 Seiten

ca. 19,80 

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Die Klimakrise macht unmissverständlich klar: Der Planet lässt sich nicht mit denselben Denkweisen retten, die seine Zerstörung hervorgebracht haben. Die Rechte der Natur geben darauf eine ebenso einfache wie revolutionäre Antwort. Sie begreifen die Natur nicht länger als Objekt der Ausbeutung, sondern als Rechtssubjekt – mit einem eigenen Recht auf den Erhalt ihrer Lebenszyklen und ihrer Integrität.

Während es uns selbstverständlich erscheint, dass Unternehmen Rechte haben und diese vor Gericht einklagen können, stößt die Vorstellung, dass auch die Natur Rechte haben könnte, noch weitgehend auf Unverständnis – dabei hängt doch unser aller Leben von intakten Ökosystemen ab.

Dieses Buch erzählt die Geschichte dieser Idee: von ihren Wurzeln in Indigenen Kulturen über ihre Verankerung in der Verfassung Ecuadors bis zu den weltweiten Kämpfen um ihre Anerkennung. Es zeigt, dass die Rechte der Natur weit mehr sind als ein juristisches Konzept. Sie markieren einen grundlegenden Perspektivwechsel und stellen eine Wirtschaftsordnung infrage, die Natur zur Ware macht und ihre Zerstörung systematisch vorantreibt.

Wer die ökologische Krise überwinden will, kommt an einer tiefgreifenden gesellschaftlichen Transformation nicht vorbei. Gegen die Sackgassen von ›grünem Kapitalismus‹ und vermeintlich ›nachhaltiger Entwicklung‹ entwirft dieses Buch die Rechte der Natur als Fundament einer anderen Gesellschaft. Denn: »Solange wir Menschen den Frieden mit der Erde nicht wiederherstellen, wird es für uns keinen Frieden auf der Erde geben.«

Alberto Acosta (Ecuador) ist Ökonom, Politiker und Dozent. 2006 war er Initiator des linken Wahlbündnisses Movimiento Alianza País von Rafael Correa und Minister für Energie und Bergbau in dessen erster Regierungsperiode. Er war Präsident der Verfassunggebenden Versammlung, Gründungsmitglied der Bewegung zur Verteidigung der Verfassung ›Montecristi Vive‹, Richter beim Internationalen Tribunal für die Rechte der Natur und Mitglied des Ökosozialen Paktes des Südens (Pacto Ecosocial e Intercultural del Sur).

Enrique Viale (Argentinien) ist Rechtsanwalt für Umweltfragen. 2004 war er Mitbegründer der argentinischen Vereinigung von Umweltanwält*innen, Asociación Argentina de Abogados Ambientalistas. Er war Mitglied des Internationalen Tribunals für die Rechte der Natur und Vorstandsmitglied der Global Alliance for the Rights of Nature, Mitbegründer des Ökosozialen Paktes des Südens und Berater im Senat von Argentinien, Rechtsanwalt in Prozessen wegen Umweltschäden und Entschädigungen, Berater von Bürgerinitiativen, Basisbewegungen und verschiedenen Medien.

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