Eine radikale Idee mit globaler Sprengkraft: die Natur als Rechtssubjekt

Die Rechte der Natur

Fundament einer anderen Gesellschaft
aus dem Spanischen von Alix Arnold
ISBN: 978-3-89771-669-8
Erscheinungsdatum 15. Oktober 2026
ca. 230 Seiten

ca. 19,80 

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Angesichts der Klimakatastrophe stellt sich immer dringlicher die Frage, wie die endgültige Zerstörung des Planeten noch aufgehalten werden könnte. Ein Ansatz sind die Rechte der Natur, mit denen die Natur nicht mehr als Objekt der Ausbeutung und Beherrschung gesehen wird, sondern als Subjekt mit dem Recht auf Erhalt seiner Lebenszyklen. Während es uns völlig normal erscheint, dass Unternehmen Rechte haben und diese einklagen können, stößt die Idee, dass die Natur, von der unser aller Leben abhängt, Rechte haben könne, noch weitgehend auf Unverständnis. Die Autoren zeichnen die Geschichte des Konzepts nach: den Ursprung in indigenen Kulturen und die Anstöße verschiedener Vordenker*innen, die Aufnahme der Rechte der Natur in die Verfassung Ecuadors, die 2008 vor allem durch den Druck der indigenen Bevölkerung erreicht wurde, sowie die langen und schwierigen Bemühungen, sie auch international zu verankern. Sie gehen auf falsche Lösungen wie ›nachhaltige Entwicklung‹ oder ›grüner Kapitalismus‹ ein und machen immer wieder deutlich, dass der Schutz des Planeten mit Kapitalismus und Wachstumszwang unvereinbar ist. Für die Rettung der Mutter Erde braucht es ein anderes Wirtschaftssystem und eine andere Zivilisation.

Alberto Acosta (Ecuador) ist Ökonom, Politiker und Dozent. 2006 war er Initiator des linken Wahlbündnisses Movimiento Alianza País von Rafael Correa und Minister für Energie und Bergbau in dessen erster Regierungsperiode. Er war Präsident der Verfassunggebenden Versammlung, Gründungsmitglied der Bewegung zur Verteidigung der Verfassung ›Montecristi Vive‹, Richter beim Internationalen Tribunal für die Rechte der Natur und Mitglied des Ökosozialen Paktes des Südens (Pacto Ecosocial e Intercultural del Sur).

Enrique Viale (Argentinien) ist Rechtsanwalt für Umweltfragen. 2004 war er Mitbegründer der argentinischen Vereinigung von Umweltanwält*innen, Asociación Argentina de Abogados Ambientalistas. Er war Mitglied des Internationalen Tribunals für die Rechte der Natur und Vorstandsmitglied der Global Alliance for the Rights of Nature, Mitbegründer des Ökosozialen Paktes des Südens und Berater im Senat von Argentinien, Rechtsanwalt in Prozessen wegen Umweltschäden und Entschädigungen, Berater von Bürgerinitiativen, Basisbewegungen und verschiedenen Medien.

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