Die Maskulisten

Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum
ISBN: 978-3-89771-523-3
Erscheinungsdatum 1. Juni 2012
188 Seiten, softcover

14,00 

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›Maskulismus‹ ist die Selbstbezeichnung des modernisierten Antifeminismus.
Der vorliegende Sammelband vereint aktuelle Forschungsergebnisse mit Erfahrungsberichten zum Maskulismus im deutschsprachigen Raum.

Buchtipp EMMA 4/2012

“Ein wichtiges Buch für alle an Gleichberechtigung Interessierten und bestimmt auch nützlich für Piraten, die mal nachvollziehen möchten, wieviel Maskulismus bis heute in ihrem innerparteilichen Genderdiskurs steckt. Fünf von fünf Sternen.”
sanczny

Im ersten Kapitel wird die Entwicklung des Maskulismus skizziert. Thomas Gesterkamp berichtet über die sich bereits in den 1990er Jahren etablierende Vaterrechtsbewegung. Jörg Rupp skizziert die Entwicklung der Männerrechtsbewegung von den Anfängen im Usenet und deren Ausbreitung im Web 2.0. Die interne Debatte über den antifeministischen Oslo-Attentäter Breivik und die vermeintliche Spaltung der Männerrechtsbewegung untersucht Andreas Kemper.
Auf der Grundlage von drei wissenschaftlichen Abschlussarbeiten kann erstmals die Männerrechtsbewegung umfassender analysiert werden.
Isolde Aigner befasst sich mit antifeministischen Denkmustern im medialen Diskurs. Hinrich Rosenbrock stellt die Hauptideologien der Männerrechtsbewegung, nämlich Antifeminismus und männliche Opferideologie vor. Darauf geht auch Robert Claus in seiner Analyse von „AGENS“ und „MANNdat“ ein.
In einem weiteren Teil berichten FeministInnen von ihren Erfahrungen mit Maskulisten und deren Strategie „hate speech“. Ines Fritz berichtet über ihre Erfahrungen mit antifeministischen Bloggern – Ähnliches hat auch Gudrun Debus in der Piratenpartei mit der maskulistischen Männer-AG erlebt. Einen neuen Umgang mit der Strategie „hate speech“ versucht eine Gruppe, die das Projekt „hatr.org“ gestartet hat.

Andreas Kemper, geboren 1963, ist freischaffender Soziologe und Beirat des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Er machte ab 2009 den Begriff ›Klassismus‹ bekannt und trug zur Selbstorganisierung von Arbeiterkindern gegen Bildungsbenachteiligungen an Hochschulen bei. Kemper gab bereits im Juli 2013 das erste Buch zur AfD heraus und warnte 2014 vor einem faschistischen Flügel (rund um Björn Höcke) der AfD. Die erste Beobachtung von Teilen der AfD durch den Verfassungsschutz ging direkt auf Kempers Analysen zurück. Er analysiert die Sprache der Rechten und antifeministische Narrative als rechte Brückenideologie. In seinem neuen Podcast »Tagebuch des Neoaristokratismus« (andreaskemper.org) dokumentiert Kemper die Re-Politisierung des alten Adels (von Storch, von Thurn & Taxis, von Beverfoerde…) über einen reaktionären Antifeminismus und zugleich die demokratiefeindlichen Tendenzen eines sogenannten ›Rechtslibertarismus‹ von Tech-Milliardären durch Sozialabbau, KI und Privatstädte.

weitere Informationen unter https://andreaskemper.org/

»Andreas Kemper über ›Landolf Ladig‹ alias Björn Höcke (AfD)« – Tilo Jung im Gespräch mit Andreas Kemper, Jung und naiv, 20. Oktober 2019


»Die Familienpolitik der AfD« – Andreas Kemper im Gespräch mit RadioBlau, 25. Dezember 2014