May Ayim ist ein Sprachgenie. Dichtung ist für sie eine Möglichkeit, der weißen deutschen Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Mit Wortspielen entlarvt sie sprachliche Absurditäten und deckt in überraschender Weise Bedeutungen auf. Sie schreibt sich ein in die Tradition des Sprachgesangs und fühlt sich mit anderen Schwarzen Dichter*innen der Diaspora stark verbunden. Humor, Sehnsucht und Trauer finden sich in ihren Gedichten über die eigene Vergangenheit, über Liebe und Freundschaft.
Der Band versammelt die wichtigsten Gedichte Ayims, eingeleitet durch ein Vorwort der nigerianisch-deutschen Autorin, Dichterin und Performerin Olumide Popoola, die 2004 mit dem May Ayim Award for Poetry geehrt wurde.
»Manche der Gedichte sind wie vom klappernden Rap-Rhythmus inspiriert und dessen purer Lust am Reimen, die epigrammatisch kurzen erinnern an den poetischen Resonanzboden Sarah Kirschs. Vor allem sind diese Gedichte mutig und kühn: Mit Versen, die kein Gefühl aber auch nicht die Wahrheit scheuen, macht May Ayim vor, wie aus Ausgrenzung Widerstand wird, und dass es notwendig ist zu kämpfen statt zu schweigen.« – Frederike Haberkamp, Bonner Stadtmagazin
»Zwischen Gänsehaut und amüsiertem Schmunzeln werden die in Zeilen gegossenen Gedanken spürbar.« – Savannah Sipho, Missy Magazine













