Solidarität der radikalen Linken in den 1970er- und 80er- Jahren – ein historisch-politischer Abriss

Bei der Fahne bleiben

Rote Hilfe Deutschland 1972–1987
1. Auflage
ISBN: 978-3-89771-667-4
Erscheinungsdatum 15. Oktober 2026
ca. 320 Seiten

ca. 19,80 

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Ende der 1960er-Jahre, als die Kämpfe der radikalen Linken zu verstärkter staatlicher Repression führten, entstanden ausgehend von West-Berlin lokale Rote-Hilfe-Gruppen zur solidarischen Unterstützung der Betroffenen. Sie waren eher der undogmatischen Spontiszene zuzuordnen, aber es gab auch leninistische und maoistisch ausgerichtete Kader-Gruppen. Die Rote Hilfe Deutschland (RHD) wurde um die Jahreswende 1974/75 als Unterorganisation der maoistischen KPD/ML gegründet, mit dem Ziel, eine bundesweite Organisation zu schaffen. Zunächst als »revolutionäre Massenorganisation der Arbeiterklasse« verstanden, ging in den frühen 1980er-Jahren mit dem allgemeinen Niedergang der K-Gruppen auch der RHD fast die Luft aus. Doch Aktivist:innen einer neuen Generation kamen zu Hilfe: Sie wagten den Sprung in eine Solidaritätsorganisation, die sich selbst – bis auf den heutigen Tag – als strömungsübergreifend versteht.

Markus Mohr kam etwa drei Monate, bevor Adolf Eichmann in Ramla gehenkt wurde, auf die Welt. Hat das in der Schule gelernte Lied »Hevenu shalom alejim« bis auf den heutigen Tag nicht verlernt. Verteidigte die besetzten Häuser in der Hamburger Hafenstrasse wie ein kleiner Satan, auch wenn ihm dort das wie die DDR zuvor in Anführungsstriche gesetzte »Israel« schon damals »spanisch« vorkam. Hatte deswegen mit einer begehrenswerten Genossin großen Krach. Demonstrierte Ende 1988 für die Intifada in den besetzten Gebieten Palästinas. Wünscht sich auch heute noch sehr, dass alle Christen, Juden und Muslime oder im Quantensprung noch besser: alle Ungläubigen in der Region Israel / Palästina, wenn auch nicht immer frei von Konflikten, so aber doch – ob mit oder ohne Staat – irgendwie notfalls auch im faulen Frieden und ohne jede Form von Apartheid leben können.

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