Ende der 1960er-Jahre, als die Kämpfe der radikalen Linken zu verstärkter staatlicher Repression führten, entstanden ausgehend von West-Berlin lokale Rote-Hilfe-Gruppen zur solidarischen Unterstützung der Betroffenen. Sie waren eher der undogmatischen Spontiszene zuzuordnen, aber es gab auch leninistische und maoistisch ausgerichtete Kader-Gruppen. Die Rote Hilfe Deutschland (RHD) wurde um die Jahreswende 1974/75 als Unterorganisation der maoistischen KPD/ML gegründet, mit dem Ziel, eine bundesweite Organisation zu schaffen. Zunächst als »revolutionäre Massenorganisation der Arbeiterklasse« verstanden, ging in den frühen 1980er-Jahren mit dem allgemeinen Niedergang der K-Gruppen auch der RHD fast die Luft aus. Doch Aktivist:innen einer neuen Generation kamen zu Hilfe: Sie wagten den Sprung in eine Solidaritätsorganisation, die sich selbst – bis auf den heutigen Tag – als strömungsübergreifend versteht.











