Vom Konzept der Kolonialität ausgehend vereinen die einzelnen Artikel dekoloniale Forschungsperspektiven an der Schnittstelle von Universität und politischem Aktivismus aus dem lateinamerikanischem Raum.
Pablo Quintero, Sebastian Garbe (Hg.)

Kolonialität der Macht

De/Koloniale Konflikte: zwischen Theorie und Praxis

ISBN 978-3-89771-650-6
Erscheinungsdatum: März 2013
Seiten: 196
Ausstattung: softcover
16,00 €

Beschreibung

Von Aníbal Quijano, Anfang der 1990er Jahre eingeführt, wurde das Konzept der Kolonialität der Macht von einer Vielzahl von DenkerInnen – vor allem in und aus Lateinamerika – aufgenommen und weitergeführt. Daraus hat sich eine kritische Denkrichtung entwickelt, von der aus es möglich ist, die Macht- und Wissensverhältnisse in der modernen Welt und im globalen Zusammenhang zu beleuchten.

In diesem Band wird den deutschsprachigen LeserInnen ein Zugang zu dem Werk von Aníbal Quijano und dem Konzept der Kolonialität der Macht ermöglicht. Dies wird mit Arbeiten von lateinamerikanischen ForscherInnen ergänzt, die konkrete Zusammenhänge unter dem theoretischen Einfluss von Quijano herausfordern und Beiträge für die Überwindung der Kolonialität leisten.

 

Aníbal Quijano selbst formuliert es so: »Es geht darum, sich von den Verknüpfungen der modernen Rationalität mit der Kolonialität loszulösen sowie von jeden Machtverhältnissen, die nicht durch die freie Entscheidung von freien Menschen begründet sind.«

Autor*innen

Pablo Quintero

Pablo Quintero, geboren in Venezuela hat an den Universitäten Central de Venezuela und FLACSO Anthropologie und lateinamerikanische Geschichte studiert und gründete im Jahr 2008 die Forschungsgruppe GESCO (Grupo de Estudios sobre Colonialidad). Im Moment schließt er seine Doktorarbeit an der Universität von Buenos Aires ab.


Sebastian Garbe

Sebastian Garbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er war Stipendiat des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und ist Mitglied des Forschungsnetzwerkes Queer Studies, Decolonial Feminisms and Cultural Transformations. Seine Forschungsschwerpunkte sind das Wechselverhältnis von Lateinamerika und Karibik zu Europa, post- und dekoloniale Theorie, Globalgeschichte, Wissenschaftsgeschichte mit Fokus auf Soziologie und Anthropologie sowie Protest und soziale Bewegungen, speziell indigene Bewegungen, Internationalismus und globale Solidaritäten. Er ist aktiv in dem politisch-pädagogischen Projekt frankfurt postkolonial.


César Germaná

César Germaná ist Soziologieprofessor an der Universidad Nacional
Mayor de San Marcos in Lima/Peru (2013).


Boris Marañon

Boris Marañon ist Ökonom der Universidad Nacional Agraria la Molina in Lima/Peru und Doktor in Lateinamerikastudien der Universidad Nacional Autónoma de México in Mexiko Stadt (2013).


Martin Díaz

Martín E. Díaz ist Philosoph und Historiker der Universidad Nacional del Comahue in Neuquén/Argentinien (2013).


Zulma Palermo

Zulma Palermo ist Literaturprofessorin an der Universidad Nacional de Salta in Argentinien (2013).


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