UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de Bücher der Kritik Thu, 16 Apr 2026 09:39:31 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://unrast-verlag.de/wp-content/uploads/2022/10/cropped-unrast_logo-1-32x32.png UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de 32 32 DDS über ›Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen‹ https://unrast-verlag.de/2026/04/dds-ueber-mehr-zeit-zum-leben-lieben-lachen/ Thu, 16 Apr 2026 09:39:31 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=51249 Continue reading "DDS über ›Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen‹"

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»Mit dem Band ›Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen. Über den Kampf um freie Zeit‹ legen Kathrin Birner und Stefan Dietl eine Aufforderung vor, den Mythos, in Deutschland werde zu wenig gearbeitet, zu bekämpfen. In sieben Kapiteln werden unterschiedliche Aspekte zur Arbeitszeitverkürzung dargestellt, immer in Bezug auf das politische Ziel der Überwindung des Kapitalismus. (…) Ein lesenswerter Band, der auf nur 120 Seiten eine Fülle von Informationen und Fakten liefert und Mut macht, sich auf ›alte‹, aber nach wie vor aktuelle gewerkschaftliche Forderungen zu besinnen und sich dafür einzusetzen!« − Gele Neubäcker, GEW Bayern DDS, April 2026

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socialnet über ›Rechts, wo die Mitte ist‹ https://unrast-verlag.de/2026/04/socialnet-ueber-rechts-wo-die-mitte-ist/ Thu, 16 Apr 2026 09:12:45 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=51245 Continue reading "socialnet über ›Rechts, wo die Mitte ist‹"

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»Der Sammelband überzeugt durch eine hohe inhaltliche Kohärenz, die sich aus einer klaren gemeinsamen Problemstellung und wiederkehrenden theoretischen Bezugspunkten ergibt. Trotz der formalen Eigenständigkeit der einzelnen Beiträge entsteht ein zusammenhängendes Gesamtbild, in dem sich theoretische und fallbezogene Analysen sinnvoll ergänzen. (…) [Dieser Sammelband] untersucht die AfD nicht (nur) isoliert als Partei, sondern deutet ihren Aufstieg als Ausdruck eines ›Autoritarismus der Mitte‹, der das Erstarken rechter Kräfte begleitet und fördert. (…) Die weit verbreitete Extremismustheorie, die rechte Einstellungen in der Mitte verschleiert und ausgerechnet beim Verfassungsschutz Anwendung findet, wird in mehreren Beiträgen des Sammelbands explizit und implizit thematisiert. Der Sammelband, der die AfD aus einer antifaschistischen und aktivistischen Perspektive untersucht, greift demnach zentrale empirische Befunde über die politische Mitte auf und führt sie theoretisch zusammen. Diese Befunde sind ohne politische Konsequenzen geblieben, wie der anhaltende Erfolg der AfD auch Jahre nach Erscheinen des Buchs zeigt. (…) Veröffentlichungen und sehr gelungene linke Gesellschaftsanalyse, wie durch diesen Sammelband dargestellt, sollten stärker in die gesellschaftliche Mitte getragen werden.« − Kiran Bowry, socialnet, 13. April 2026

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Geographische Rundschau über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹ https://unrast-verlag.de/2026/04/geographische-rundschau-ueber-der-lange-schatten-des-deutschen-kolonialismus/ Fri, 10 Apr 2026 11:43:41 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=51172 Continue reading "Geographische Rundschau über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹"

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»Die verheerenden Auswirkungen der deutschen Kolonialherrschaft werden im Überblick dargestellt, doch im Vordergrund steht die Kluft zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie öffentlicher Ignoranz und politischem Handeln. Erinnerungskultur ist in Deutschland primär auf die Nazi-Verbrechen gerichtet, während die Kolonialzeit als Fußnote imperialer Geschichte heruntergespielt wird und in Schulbüchern kaum vorkommt. Im Berliner Humboldt-Forum sieht Melber, wie die Kolonialamnesie fortbesteht. Er schildert, wie die zunächst positiven Bemühungen um die Aussöhnung mit Namibia über mehrere Bundesregierungen hinweg in den Strudel von pseudo-juristischer Verweigerung potenzieller Reparationsansprüche und paternalistischen Regierungsverhandlungen gerieten, die die Nachkommen der Opfergruppen außen vor ließen. Das Ausmaß, in dem kolonialrevisionistische Akteure heute aktiv sind, zeigen parlamentarischen Aktivitäten der AfD, die postkoloniale Erinnerungsarbeit bekämpfen und dafür bei Rechtspopulisten viel Zuspruch erfahren.« − Silke Voß-Kybeck, Geographische Rundschau, April 2026

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nd über ›Worüber wir streiten müssen‹ https://unrast-verlag.de/2026/04/nd-ueber-worueber-wir-streiten-muessen/ Fri, 10 Apr 2026 11:32:02 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=51170 Continue reading "nd über ›Worüber wir streiten müssen‹"

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»Das Buch ist ein Plädoyer dafür, inhaltliche Konflikte auszutragen. Meyerbeer versammelt dazu Großkonflikte in der Linken und schließt mit Tipps, wie man besser streiten und Eskalation vermeiden kann, durch Selbstreflexion, Fehlerfreundlichkeit und das Bemühen, andere zu begreifen, statt sie niederzumachen. Wir sollten der Sehnsucht nach einfachen Lösungen widerstehen und uns nicht so wichtig nehmen, lautet eine zentrale Botschaft. Dabei steht für Meyerbeer fest: ›Links ist da, wo man Position bezieht, aber bereit ist, darüber zu streiten.‹ (…) Insgesamt hat Meyerbeer 15 Streitpunkte aufgelistet, an denen er die unterschiedlichen Positionen anschaulich darstellt. Es ist eine knappe Einführung, dennoch differenziert und mit Beispielen aus der Geschichte der Linken garniert. (…) Ganz zum Schluss hat Meyerbeer noch einen kleinen Test platziert, mit dem sich gruppendynamisch Diskussionen in Gang setzen lassen. Vielleicht kann dieser so manche theoriemüde Runde aufwecken.« − Peter Bierl, nd, April 2026

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Graswurzelrevolution über ›Worüber wir streiten müssen‹ https://unrast-verlag.de/2026/04/graswurzelrevolution-ueber-worueber-wir-streiten-muessen/ Fri, 10 Apr 2026 11:18:12 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=51168 Continue reading "Graswurzelrevolution über ›Worüber wir streiten müssen‹"

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»Hinter dem Pseudonym Karl Meyerbeer verbirgt sich ein Aktivist der außerparlamentarischen Linken Thüringens, der in den vergangenen Jahren schon häufiger mit Essays und Diskussionsbeiträgen zu gesellschaftlichen Themen hervorgetreten ist. Auch sein jüngstes Buch ist gut lesbar, weil der Verfasser nicht nur aus vielen Büchern und Zeitungsbeiträgen zitiert, (…) sondern erfreulicherweise auch Ironie und Spaß versteht. Bei seinem Streifzug durch die linke Spaltungsgeschichte betont Meyerbeer, dass es solche begründeten Trennungen immer wieder gegeben hat und auch weiter geben wird. Er macht an mehreren Stellen deutlich, dass ein erfolgreicher Ruf nach der linken Einheit ohne theoretische Klärungen nicht von Dauer sein kann. Aber er betont auch, dass nötige Trennungen nicht zu einer Feindschaft führen müssen, sondern zu einer Zusammenarbeit in bestimmten Fragen führen können.« − Peter Nowak, Graswurzelrevolution, März 2026

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Amnesty Journal über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹ https://unrast-verlag.de/2026/04/amnesty-journal-ueber-der-lange-schatten-des-deutschen-kolonialismus/ Fri, 10 Apr 2026 11:05:24 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=51162 Continue reading "Amnesty Journal über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹"

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»Der Autor steht klar aufseiten der Menschen in Namibia und unterstützt deshalb auch deren Forderung nach Rückgabe der Gebeine von Kriegsgefangenen, die von der deutschen Kolonialmacht zum Beispiel nach Berlin gebracht wurden. ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹ deckt die Strukturen kolonialer Gewaltherrschaft im Kontext imperialer Außenpolitik auf. Überzeugend argumentiert Melber gegen die verfälschende Interpretation deutscher Kolonialherrschaft als Erfolgsgeschichte. Das gut lesbare Überblickswerk ist wichtig für alle, die eine klare Haltung politischer Entscheidungsträger*innen zum deutschen Kolonialismus fordern.« − Rita Schäfer, Amnesty Journal, 02/2026

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aep informationen über ›Feministisch morden‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/aep-informationen-ueber-feministisch-morden/ Thu, 26 Mar 2026 10:50:37 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50803 Continue reading "aep informationen über ›Feministisch morden‹"

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»Das Buch macht schon vom Äußeren Lust es zu lesen, denn der Titel ›Feministisch morden‹ klingt hoch spannend und mit 99 Seiten hat es einen überschaubaren Umfang und, da es kleiner als DIN A5 ist, hat es auch ein sehr handliches Format. (…) Das Buch ist in fünf Abschnitte aufgeteilt und bereits in der Einleitung widerspricht die Autorin dem Vorurteil, dass Frauen (…) oft zugeschrieben wird, nämlich, dass Frauen immer pazifistisch seien und Gewalt auch keine Lösung sei. (…) Bei allen in diesem Kapitel beschriebenen gewalttätigen Frauenfiguren ist die Ursache der Gewalttätigkeit der Frauen gegen Männer die durch Männer erfahrene (sexuelle) Gewalt und Vergewaltigungen. (…) In Anbetracht der im Buch genannten Beispiele und der aktuellen weltweiten Entwicklungen in Bezug auf Frauenhass und wieder zunehmender systematischer Frauenunterdrückung muss ich ihr zustimmen. Lesenswert.« − Andrea Rothe, aep informationen. Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, Januar 2026

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Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik über ›Graue Wölfe‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/zeitschrift-fuer-aussen-und-sicherheitspolitik-ueber-graue-woelfe/ Thu, 19 Mar 2026 15:16:15 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50707 Continue reading "Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik über ›Graue Wölfe‹"

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»Insgesamt bietet Küpelis Veröffentlichung eine gut lesbare, kompakte und klar positionierte Einführung in ein weiterhin vernachlässigtes Feld. Sie ersetzt keine vertiefende Analyse, liefert aber einen wichtigen Impuls für die Auseinandersetzung mit einem neuen Typus von Rechtsextremismus, der in Deutschland allzu häufig als ›importiertes‹ oder sekundäres Problem behandelt wird. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Radikalisierungsdynamiken unter Jugendlichen und der zunehmenden Verflechtung unterschiedlicher extrem rechter Szenen ist dieser Beitrag sowohl wissenschaftlich als auch politisch relevant.« − Kemal Bozay, Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik, 12. März 2026

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nd über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/nd-ueber-der-lange-schatten-des-deutschen-kolonialismus/ Thu, 19 Mar 2026 15:03:34 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50700 Continue reading "nd über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹"

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»Zentral bei Melber ist der Begriff der ›kolonialen Amnesie‹, womit nicht nur die Unkenntnis oder Verdrängung der Kolonialvergangenheit gemeint ist, sondern ebenso die beabsichtigte Verharmlosung und selektive Umdeutung des deutschen Expansionsstrebens – durchaus trotz besseren Wissens. Diese beiden Pole belegt der Autor in seinem Parcoursritt durch die vergangenen 150 Jahre immer wieder anhand von Beispielen aus Politik, Wissenschaft und (Populär-)Kultur. Deren Ursprünge liegen in der Kolonialzeit selbst, wenn Gebiete in ›Übersee‹ als Auswanderungsziele angepriesen oder Kolonialverbrechen als notwendiges Übel zur ›Zivilisierung‹ verharmlost werden. (…)

Verdienstvoll vor allem, dass Melber sich auch der Agenda der AfD annimmt und diese als ›reaktionären Revisionismus‹ entlarvt. Unter dem Deckmantel einer vermeintlich differenzierten Einschätzung wird jegliche Entschuldigung für Kolonialverbrechen abgelehnt und ein ›Schuldkult‹ linker Hypermoral behauptet.« − Andreas Bohne, nd, 16. März 2026

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Graswurzelrevolution über ›Schutzehen‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/graswurzelrevolution-ueber-schutzehen/ Thu, 19 Mar 2026 14:50:38 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50698 Continue reading "Graswurzelrevolution über ›Schutzehen‹"

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»Pia Klemp verdeutlicht in ihrem Text, wie schockiert deutsch-deutsche Paare wären, würden sie sich monate- oder jahrelang erklären müssen, bevor sie die Ehe schließen dürften. Für binationale Paare ist das hingegen Alltag, ganz egal, wie ‚echt‘ die Ehe ist.

Die Definition dessen, was als ‚eheliche Lebensgemeinschaft‘ gilt, liegt in der Willkür der Standesämter und Ausländerbehörden. (…) Der Generalverdacht gegen binationale Ehen wird immer wieder auch mit dem Vorgehen gegen Zwangsehen begründet. Dass die derzeit gängige Praxis das nun genau nicht leistet, legt Pia Klemp ebenfalls überzeugend dar. Im Gegenteil sei es gerade ›die restriktive Einwanderungspolitik, die dazu führt, dass Migrierende in Zwangsehen landen‹.« − Hanna Poddig, Graswurzelrevolution, 1. März 2026

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