UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de Bücher der Kritik Wed, 21 Jan 2026 12:51:04 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://unrast-verlag.de/wp-content/uploads/2022/10/cropped-unrast_logo-1-32x32.png UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de 32 32 ÖLI-UG über ›Ein anderer Blick 3‹ https://unrast-verlag.de/2026/01/oeli-ug-ueber-ein-anderer-blick-3/ Wed, 21 Jan 2026 12:43:16 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=49654 Continue reading "ÖLI-UG über ›Ein anderer Blick 3‹"

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»Emma gelingt es alle Themen anschaulich, unterhaltsam, humorvoll, ernüchternd und pointiert zu zeigen. Damit durchschaut sie für Frauen strukturell nicht förderliche Rahmenbedingungen und gibt Impulse für Männer, ihre Chance zur Chancengleichheit wahrzunehmen und selbst aktiv gegen patriarchale Vorstellungen zu handeln.
Damit ist auch dieser Band ein großartiges Buch für Frauen wie Männer, Mädchen wie Burschen und eine wunderbare Input-Handreichung für alle Lehrer:innen.« – Ilse M. Seifried, ÖLI-UG, Oktober 2025

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BOAH.AT über ›Spätfaschismus‹ https://unrast-verlag.de/2026/01/boah-at-ueber-spaetfaschismus/ Fri, 09 Jan 2026 17:24:11 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=49501 Continue reading "BOAH.AT über ›Spätfaschismus‹"

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»Wer verstehen will, warum der Faschismus nicht weg ist, sondern immer wieder neu hochkocht – von den Grenzen Europas bis in Parlamente – muss dieses Buch einfach gelesen haben. Aber was heißt hier lesen? Alberto Toscanos Analyse sollte Pflichtlektüre in jeder Schule werden, die etwas auf politische Bildung hält!

Es ist Aufklärung pur: unbequem, analytisch scharf, und es macht deutlich, dass Faschismus nicht irgendwann von alleine verschwindet. Er verschwindet nur, wenn man ihn bekämpft. Dieses Buch zerlegt das Märchen, wir lebten in einer postfaschistischen Welt. Nein – wir leben im Spätfaschismus! Und genau das macht Alberto Toscanos Werk so dringlich. Es ist ein Werkzeugkasten für alle, die verstehen wollen, warum sich gerade jetzt autoritäre Exzesse breitmachen.« – Stefan Feinig, boah.at , 15. August 2025

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TAZ über ›Die verdrängte Pandemie‹ https://unrast-verlag.de/2026/01/49493/ Fri, 09 Jan 2026 17:06:45 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=49493 Continue reading "TAZ über ›Die verdrängte Pandemie‹"

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»Jeder Aspekt der Pandemie und ihrer Verheerungen wird in ›Die verdrängte Pandemie‹ sozial und politisch aufgefasst. Unter ihren Bedingungen zeigt sich der Normalbetrieb wie unter einem Brennglas: Wer ist entbehrlich, was muss laufen, was muss pausieren? Was verstehen die Menschen unter Freiheit, was wird verteidigt, was wird hingenommen?

In der Pandemie zeigte sich auch, wie Protestformen aussehen, die es erlauben, sich als Freiheitskämpfer aufzuführen und zugleich Untertan zu bleiben. Den Herausgebern ist es gelungen, ein zugleich multiperspektivisches wie umfassendes Bild der Verheerungen der Pandemie zu zeichnen. Und zwar nicht nur der gesundheitlichen, sondern vor allem der gesellschaftlichen. Die verschiedenen Perspektiven der Au­to­r*in­nen schaffen so eine Gegenerzählung zur momentan laufenden Umdeutung und Neuschreibung von Corona. « – Benjamin Moldenhauer, taz, 29. Dezember 2025

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nd über ›Die verdrängte Pandemie‹ https://unrast-verlag.de/2025/12/nd-ueber-die-verdraengte-pandemie/ Tue, 16 Dec 2025 16:34:58 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=49202 Continue reading "nd über ›Die verdrängte Pandemie‹"

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»Der neu erschienene Sammelband (…) schafft es so, ›Corona‹ als die soziale Katastrophe zu behandeln, die es war und aller Verleugnung zum Trotz auch immer noch ist. Die beiden Herausgeber, Frédéric Valin und Paul Schuberth, versammeln auf 296 Seiten ›Linke Stimmen gegen den Pandemierevisionismus‹. Ideologiekritik, Feminismus und marxistische Staatstheorie sind dabei genauso vertreten wie Perspektiven von Evolutionsbiologie, Medizin und schließlich den postviral Erkrankten selbst. Was sie alle eint, ist die humanistische Weigerung, das Leid und die Leidenden zu vergessen und das materialistische Geschichtsbewusstsein, dass es anders hätte sein können und heute nicht so weitergehen darf. (…) Der Band sagt dem Vergessen den Kampf an und ruft damit implizit, aber auch explizit dazu auf, sich solidarisch gegen die Verhältnisse zu stellen, die die Pandemie hervorgebracht und verdrängt haben. Dabei scheint immer wieder in der und durch die Kritik auf, wie es anders und besser sein könnte. Im Interview mit dem Evolutionsepidemiologen Rob Wallace wird zum Beispiel eine kollektive Wissenschaft von unten vorgestellt, die sich in der Konfrontation mit Impfgegnerschaft und anderer Querdenkerei nicht in Staatsgläubigkeit und technokratisches ›Trust the science‹ flüchtet.« −Kim Posster, nd, 12. Dezember 2025

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Paradox-A über ›Die Ökologie der Freiheit‹ https://unrast-verlag.de/2025/12/paradox-a-ueber-die-oekologie-der-freiheit/ Tue, 16 Dec 2025 16:18:22 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=49198 Continue reading "Paradox-A über ›Die Ökologie der Freiheit‹"

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»Der Autor holt weit aus und entfaltet sein holistisches Verständnis von sozialer Ökologie in Bezug auf Hegels oder Blochs Philosophie, auf die Menschheitsgeschichte mit Verweisen auf mythologische Erzählungen; er kennt die utopischen Konstruktionen von Charles Fourier, setzt sich mit mittelalterlichen Häretikern auseinander, beschäftigt sich aber auch mit Erkenntnissen aus der biologischen und psychologischen Forschung seiner Lebenszeit. Diese umfassende Betrachtung verlangt nach Zeit bei ihrer Lektüre, ist allerdings auch lohnenswert, weil sie Anregungen zur umfangreichen Gesellschaftstransformation gibt. (…) Bookchin ist ein Dialektiker der Aufklärung. Die unvollendete Moderne will er nicht Richtung einer Verabsolutierung der Naturbeherrschung weiterdenken, sondern ein neues gesellschaftliches Naturverhältnis herstellen. (…) Dennoch verwirft der Autor die Grundannahmen der europäischen Aufklärung nicht, sondern wendet sich entschieden gegen das Neuheidentum und den Primitivismus, die bereits in dieser Zeit aufkommen und in anarchistischen Kreisen populär werden. Bookchin betont die Fähigkeit der Rationalität des Menschen, die es ihm ermöglicht, seine Mitwelt einzurichten.« −Jonathan, Paradox-A, 14. Dezember 2025

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Ox-Fanzine über ›Antifaschistische Aktion Band 1‹ https://unrast-verlag.de/2025/12/ox-fanzine-ueber-antifaschistische-aktion-band-1/ Fri, 12 Dec 2025 17:14:54 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=49130 Continue reading "Ox-Fanzine über ›Antifaschistische Aktion Band 1‹"

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»Das Buch beginnt mit dem Ersten Weltkrieg und dem revolutionären Umbruch an seinem Ende. Die Etablierung des italienischen Faschismus wird ebenso beschrieben wie die Entwicklung in der Weimarer Republik und das Erstarken des Nationalsozialismus. (…) Die Zeit im Dritten Reich und der Widerstand wird ebenso behandelt wie die Wiederkehr alter und neuer Nazis in der jungen Bunderepublik. (…) Angesichts des immer stärker werdenden Rechtsruck eine dringend notwendige Lektüre, gerade weil schon in der Weimarer Republik klar wurde, dass man Nazis nicht kleinkriegt, indem man sie kleinredet, versucht sie wegzuregieren oder gar in die Regierung einbezieht. Das Buch endet in der Gegenwart und mit der Aufforderung, sich in den politischen Prozess einzubringen.« −Triebi Instabil, Ox Fanzine #183, 28. November 2025

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WeiberDiwan über ›Jiu-Jitsuffragetten‹ https://unrast-verlag.de/2025/12/weiberdiwan-ueber-jiu-jitsuffragetten/ Fri, 05 Dec 2025 11:46:58 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=48959 Continue reading "WeiberDiwan über ›Jiu-Jitsuffragetten‹"

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»Die Graphic Novel Jiu-Jitsuffragetten beruht auf der wahren Geschichte von Edith Garrud, der ersten Trainerin feministischer Selbstverteidigung (…). Was viele vergessen: Der Kampf um das Frauenwahlrecht in Großbritannien war ein Aufstand gegen die Macht der Männer – ein Ringen um Stimme, Würde und Gleichberechtigung. Die Bildsprache drückt die Aggressivität klar aus, schafft es aber auch, die Lachhaftigkeit der aufgeregten Männer darzustellen (…). Teilweise lustig, teilweise erschreckend. Die Zeichnungen haben viel Dynamik und verweisen auf die Realität dieses Kampfes.« −Susa, WeiberDiwan, Winter 25/26

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iz3w über ›Graue Wölfe‹ https://unrast-verlag.de/2025/12/iz3w-ueber-graue-woelfe-2/ Fri, 05 Dec 2025 11:36:22 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=48957 Continue reading "iz3w über ›Graue Wölfe‹"

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»Küpeli (…) legt in seinem Buch eine kompakte, gut lesbare und für Unterricht wie Bildung verwertbare historische Aufarbeitung des türkischen Faschismus in der Türkei und Deutschland vor. Dabei werden auch Verflechtungen der türkisch-faschistischen Organisation Graue Wölfe zum deutschen NS-Staat aufgearbeitet. Neben der AfD stellen sie heute in Deutschland die zweitgrößte faschistische Bewegung dar. (…) Geschrieben ist seine Abhandlung relativ barrierefrei in kurzen Sätzen, was sie gut lesbar macht. (…) Abgearbeitet werden in Küpelis Aufarbeitung des türkischen Faschismus: Rassismus, Antisemitismus, Militarismus, Genozide und Vertreibung als Grundpfeiler der türkischen Nationalbewegung. (…) In seinem Buch zeigt Ismail Küpeli, wie die Politik des türkischen Staats seit dem Anfang seines Bestehens vor einhundert Jahren sowie die türkischen Militärputsche und die Putschdrohungen durch faschistische Ideologie, Rassismus, Antisemitismus und später zusätzlich Islamismus geprägt sind.« − Mirko Maschewsky, iz3w, 13. November 2025

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Allgemeine Zeitung Mainz über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹ https://unrast-verlag.de/2025/12/allgemeine-zeitung-mainz-ueber-der-lange-schatten-des-deutschen-kolonialismus/ Mon, 01 Dec 2025 10:49:17 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=48841 Continue reading "Allgemeine Zeitung Mainz über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹"

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»Das kurzlebige deutsche Kolonialreich währte nur 30 Jahre – von 1884 bis 1914/15, dann war es bereits wieder Vergangenheit. Man könnte also meinen, es würde sich nicht mehr lohnen, sich mit der Geschichte der deutschen Kolonien zu beschäftigen, zumal diese inzwischen als recht gut erforscht gelten kann. Doch weit gefehlt – wie der Historiker Henning Melber in seiner jüngsten Analyse eindrucksvoll aufzuzeigen vermag. (…) Melber, ein intimer Kenner insbesondere der Geschichte Deutsch-Südwestafrikas und Namibias, fokussiert in seiner Darstellung (…) auf den dort zwischen 1904 und 1907 stattgefundenen Krieg, in dem 75 % der Ovaherero und 50 % der Nama ums Leben kamen: der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts (…). Doch dem Autor geht es im Kern um etwas anderes. Sein Schwerpunkt liegt nicht auf den Geschehnissen innerhalb der damaligen Kolonien, sondern auf dem Umgang mit ihnen in Deutschland – dem ›langen Schatten‹. (…) Melbers Buch ist ein engagiertes Plädoyer dafür, die deutschen Kolonialverbrechen anzuerkennen und  den Kolonialismus als feste Säule innerhalb der deutschen Erinnerungskultur zu etablieren – ohne deshalb die Singularität des Holocaust in Frage zu stellen. Es ist an der Zeit. Und daher lohnt es, dieses Buch zu lesen.« − Ralph Erbar, Allgemeine Zeitung, 25. November 2025

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Africa Positive über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹ https://unrast-verlag.de/2025/11/africa-positive-ueber-der-lange-schatten-des-deutschen-kolonialismus/ Wed, 26 Nov 2025 11:00:20 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=48688 Continue reading "Africa Positive über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹"

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»140 Jahre nach der Berliner Afrikakonferenz (1884/85), auch Kongokonferenz genannt, gibt dieses gut geschriebene Buch einen informativen Überblick über den deutschen Kolonialismus. Es erklärt, welche Gebiete in Afrika und darüber hinaus das Deutsche Kaiserreich beanspruchte, wie die Kolonialherrschaft begann, durchgesetzt wurde und endete. Brutalität, massenhafte Gewalt an Afrikaner:innen war die weit verbreitete Praxis deutscher Militärs – angeordnet von ihren Anführern. (…) Das Buch informiert ausführlich darüber, wie vernichtend der gnadenlose Krieg gegen Herero und Nama zwischen 1904 und 1908 im heutigen Namibia war. (…) Henning Melber, der deutsch-namibische Autor dieses Buches, forschte jahrelang in Namibia, später arbeitete der Wissenschaftler in Südafrika und Schweden. Durch Forschungsaufenthalte in Deutschlandkennt er die hiesigen Debatten über deutschen Kolonialismus, damit verbundene politische Fragen und Kontroversen zur Erinnerungskultur. (…) Zudem veranschaulicht Henning Melber anschaulich das heutige zivilgesellschaftliche Engagement in etlichen Städten und Regionen, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft sich – oft entgegen der zögerlichen oder abwehrenden nationalen Politik- beharrlich der kritischen und sachkundigen Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus widmen.« − Rita Schäfer, Africa Positive Nr. 98, August 2025

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