UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de Bücher der Kritik Thu, 26 Mar 2026 10:50:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://unrast-verlag.de/wp-content/uploads/2022/10/cropped-unrast_logo-1-32x32.png UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de 32 32 aep informationen über ›Feministisch morden‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/aep-informationen-ueber-feministisch-morden/ Thu, 26 Mar 2026 10:50:37 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50803 Continue reading "aep informationen über ›Feministisch morden‹"

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»Das Buch macht schon vom Äußeren Lust es zu lesen, denn der Titel ›Feministisch morden‹ klingt hoch spannend und mit 99 Seiten hat es einen überschaubaren Umfang und, da es kleiner als DIN A5 ist, hat es auch ein sehr handliches Format. (…) Das Buch ist in fünf Abschnitte aufgeteilt und bereits in der Einleitung widerspricht die Autorin dem Vorurteil, dass Frauen (…) oft zugeschrieben wird, nämlich, dass Frauen immer pazifistisch seien und Gewalt auch keine Lösung sei. (…) Bei allen in diesem Kapitel beschriebenen gewalttätigen Frauenfiguren ist die Ursache der Gewalttätigkeit der Frauen gegen Männer die durch Männer erfahrene (sexuelle) Gewalt und Vergewaltigungen. (…) In Anbetracht der im Buch genannten Beispiele und der aktuellen weltweiten Entwicklungen in Bezug auf Frauenhass und wieder zunehmender systematischer Frauenunterdrückung muss ich ihr zustimmen. Lesenswert.« − Andrea Rothe, aep informationen. Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, Januar 2026

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Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik über ›Graue Wölfe‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/zeitschrift-fuer-aussen-und-sicherheitspolitik-ueber-graue-woelfe/ Thu, 19 Mar 2026 15:16:15 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50707 Continue reading "Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik über ›Graue Wölfe‹"

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»Insgesamt bietet Küpelis Veröffentlichung eine gut lesbare, kompakte und klar positionierte Einführung in ein weiterhin vernachlässigtes Feld. Sie ersetzt keine vertiefende Analyse, liefert aber einen wichtigen Impuls für die Auseinandersetzung mit einem neuen Typus von Rechtsextremismus, der in Deutschland allzu häufig als ›importiertes‹ oder sekundäres Problem behandelt wird. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Radikalisierungsdynamiken unter Jugendlichen und der zunehmenden Verflechtung unterschiedlicher extrem rechter Szenen ist dieser Beitrag sowohl wissenschaftlich als auch politisch relevant.« − Kemal Bozay, Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik, 12. März 2026

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nd über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/nd-ueber-der-lange-schatten-des-deutschen-kolonialismus/ Thu, 19 Mar 2026 15:03:34 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50700 Continue reading "nd über ›Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus‹"

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»Zentral bei Melber ist der Begriff der ›kolonialen Amnesie‹, womit nicht nur die Unkenntnis oder Verdrängung der Kolonialvergangenheit gemeint ist, sondern ebenso die beabsichtigte Verharmlosung und selektive Umdeutung des deutschen Expansionsstrebens – durchaus trotz besseren Wissens. Diese beiden Pole belegt der Autor in seinem Parcoursritt durch die vergangenen 150 Jahre immer wieder anhand von Beispielen aus Politik, Wissenschaft und (Populär-)Kultur. Deren Ursprünge liegen in der Kolonialzeit selbst, wenn Gebiete in ›Übersee‹ als Auswanderungsziele angepriesen oder Kolonialverbrechen als notwendiges Übel zur ›Zivilisierung‹ verharmlost werden. (…)

Verdienstvoll vor allem, dass Melber sich auch der Agenda der AfD annimmt und diese als ›reaktionären Revisionismus‹ entlarvt. Unter dem Deckmantel einer vermeintlich differenzierten Einschätzung wird jegliche Entschuldigung für Kolonialverbrechen abgelehnt und ein ›Schuldkult‹ linker Hypermoral behauptet.« − Andreas Bohne, nd, 16. März 2026

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Graswurzelrevolution über ›Schutzehen‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/graswurzelrevolution-ueber-schutzehen/ Thu, 19 Mar 2026 14:50:38 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50698 Continue reading "Graswurzelrevolution über ›Schutzehen‹"

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»Pia Klemp verdeutlicht in ihrem Text, wie schockiert deutsch-deutsche Paare wären, würden sie sich monate- oder jahrelang erklären müssen, bevor sie die Ehe schließen dürften. Für binationale Paare ist das hingegen Alltag, ganz egal, wie ‚echt‘ die Ehe ist.

Die Definition dessen, was als ‚eheliche Lebensgemeinschaft‘ gilt, liegt in der Willkür der Standesämter und Ausländerbehörden. (…) Der Generalverdacht gegen binationale Ehen wird immer wieder auch mit dem Vorgehen gegen Zwangsehen begründet. Dass die derzeit gängige Praxis das nun genau nicht leistet, legt Pia Klemp ebenfalls überzeugend dar. Im Gegenteil sei es gerade ›die restriktive Einwanderungspolitik, die dazu führt, dass Migrierende in Zwangsehen landen‹.« − Hanna Poddig, Graswurzelrevolution, 1. März 2026

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logbuch über ›Die verdrängte Pandemie‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/logbuch-ueber-die-verdraengte-pandemie/ Mon, 16 Mar 2026 12:33:11 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50602 Continue reading "logbuch über ›Die verdrängte Pandemie‹"

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»Nach Corona-Aufarbeitung wird immer wieder gerufen. Besonders laut allerdings von jenen, die die Pandemie nicht ernst genommen haben. Sie stellen alle Maßnahmen in Frage, wähnen sich in einer Diktatur und verneinen zum Teil gar die Existenz von Viren an sich. Gegen die Forderungen dieser Leute werden Abwehrdiskussionen geführt, so dass ein kritischer Blick auf den staatlichen Umgang mit der Pandemie von links kaum wahrgenommen wird. Gegen solcherlei Coronarevisionismus schreiben die Texte in ›Die verdrängte Pandemie‹ an.« − Tobias Prüwer, logbuch, März 2026

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Internationaler Tag gegen Polizeigewalt https://unrast-verlag.de/2026/03/internationaler-tag-gegen-polizeigewalt/ Sat, 14 Mar 2026 20:21:03 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50557 Continue reading "Internationaler Tag gegen Polizeigewalt"

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Am 15. März findet der Internationale Tag gegen Polizeigewalt statt. Ein Tag, der weltweit auf die systematische Gewalt durch Polizeibeamt*innen aufmerksam macht. Der Tag wurde bereits 1997 von Gruppen aus der Schweiz und Kanada ins Leben gerufen.

Er zeigt auf: Polizeigewalt ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem, das tief in unserer Gesellschaft verwurzelt ist und sich in verschiedenen Formen von rassistischen Kontrollen über körperliche Gewalt bis hin zu Todesschüssen manifestiert. Auch wenn jeder Mensch Polizeigewalt erfahren kann, sind besonders oft marginalisierte Personen betroffen, beispielsweise Schwarze Menschen, People of Color, Aktivist*innen, Geflüchtete oder Obdachlose.  

Ein Auszug aus Thomas Billsteins “Polizeigewalt. Ursachen, Formen, Widerstand”

Deutschland im Herbst 2025:

In Frankfurt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 17 Bedienstete der Polizei. Polizist*innen aus Frankfurt sind in den letzten Jahren bereits mehrfach negativ in die Schlagzeilen geraten, doch die aktuellen Vorwürfe wiegen besonders schwer. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden sollen die Beschuldigten zwischen Februar und Ende April 2025 insgesamt sechs Männer während oder nach deren Festnahme unrechtmäßig körperlich verletzt oder entsprechende Übergriffe geduldet und nicht gemeldet haben. Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei um Schläge, Tritte sowie das Stoßen von Köpfen gegen Wände oder Türen. In einem der Fälle soll ein Betroffener eine Treppe hinuntergestoßen worden sein.

In Bochum wird im November ein 12-jähriges gehörloses Mädchen während eines häuslichen Polizeieinsatzes von zwei Beamten gleichzeitig getasert und mit einem Bauchschuss lebensbedrohlich verletzt und überlebt nur knapp. Der Anwalt des Opfers und seiner Familie kritisiert die mehr als nur unprofessionelle Eskalation des Polizeieinsatzes deutlich. Auch das unmittelbar nach der Tat von der Bochumer Polizei offensiv verbreitete Narrativ, es habe sich um einen Messerangriff des Mädchens gehandelt, »stimmt schlichtweg nicht«*. Bezeichnend ist auch, dass wie so oft bei polizeilichen Gewaltvorfällen die Bodycams der Beamten ausgeschaltet waren.

Nahezu zeitglich kritisieren unabhängige internationale Expert*innen des UN-Menschenrechtsrats deutsche Polizeieinsätze im Rahmen von Pro-Palästina-Kundgebungen. Sie werfen den Behörden und der Polizei das Verbot von Demonstrationen, willkürliche Festnahmen und die Kriminalisierung von Verteidiger*innen von Menschenrechten vor. Währenddessen tourt ein medial dauerpräsenter Funktionär der deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) namens Manuel Ostermann durch Ungarn, um dort die repressiven Grenzschutzmaßnahmen zu feiern. Der Rechtspopulist fällt vor allem in den sozialen Medien durch Lügen, Übertreibungen und verdrehte Fakten auf und heizt mit seiner rassistischen Law & Order-Propaganda das rechtskonservative Spektrum an.

Befindet sich die deutsche Polizei also tendenziell auf dem Weg nach rechts? Eine schießwütige Polizei, die sich immer weiter vom Grundgesetz entfernt und nach eigenem autoritären Ermessen unverhältnismäßig das ihr übertragene staatliche Gewaltmonopol ausübt? Oder war sie vielleicht schon immer so, liegt ein solches Verhalten vielleicht in der Natur der Sache? Kann eine bewaffnete und mit außerordentlichen Befugnissen ausgestattete und bis ins Kleinste hierarchisch strukturierte Institution überhaupt anders?

Nun, im Grunde könnte es doch ganz einfach sein: eine schützende Institution, die bei akuten Ängsten, Notlagen und Unsicherheiten gleichermaßen für alle Bürger*innen da ist, die sich kümmert und sorgt, sie beschützt, ihnen Ängste nimmt oder aus dem Weg räumt. Ein richtiger »Freund und Helfer« eben. Eine Art staatlich organisiertes Awareness-Team für alle. Doch in weiten Teilen der Bevölkerung herrschen Misstrauen, Frust und Wut über die Polizei. Und mindestens genauso groß ist der Kreis der Unwissenden, die keine Kenntnis darüber haben, dass das Narrativ vom »Freund und Helfer« während der Herrschaft des Nationalsozialismus geprägt und von der SS verbreitet wurde. Denn neben dem autoritären und gewaltvollen Geist, der in einer Institution wie der Polizei schon per Definition besteht, hat es die machtvolle Institution in den letzten Jahrzehnten versäumt, sich an die Weiterentwicklung der Gesellschaft anzupassen. Kaum Diversität und noch weniger Reflektion oder Selbstkritik, ein

immanenter Rassismus, der nicht aufgearbeitet wird, zunehmende Gewaltvorfälle und immer ein Finger am Abzug, der augenscheinlich viel zu locker sitzt. Und wenn man Fakten auswertet und Betroffenen zuhört, wird schnell klar: Polizeigewalt ist kein nur vereinzelt auftretendes Problem, sondern ein strukturelles Versagen. Sie betrifft überproportional Schwarze Menschen, Obdachlose, psychisch Kranke, Menschen mit Migrationsgeschichte, Demonstrant*innen sowie politische Aktivist*innen und all jene, die nicht in das Bild vom »ordentlichen Bürger« passen.

 Doch was ist überhaupt Polizeigewalt, welche Ausprägungen gibt es, was ist alles in der jüngsten Vergangenheit im Namen der Staatsmacht vorgefallen und vor allem, was macht es mit denen, die diese Gewalt erleben mussten?

Polizei und Gesellschaft

Geht man von einer bürgerlichen Idealvorstellung aus, könnte einBild der Polizei ungefähr so gezeichnet werden: Eine freundliche aber bestimmte Truppe, die sich um den aktiven Schutz und die Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts kümmert. Als Garantin von Sicherheit und Ordnung obliegt ihr demzufolge nicht nur die Abwehr von Gefahren und die Verfolgung von Straftaten, sondern auch eine präventive Sorge für das Wohl aller Bürger*innen. Durch ihre Präsenz im öffentlichen Raum, dem Aufklären von Verbrechen und die schnelle Hilfe in Notlagen schafft sie Vertrauen und Stabilität. Gegen Straftäter*innen geht sie konsequent aber stets verhältnismäßig vor. Gleichzeitig wirkt sie als Vermittlerin zwischen Individuum und Staat, indem sie demokratische Rechtsstaatlichkeit vorlebt, die Grundrechte schützt und für ein friedliches Miteinander sorgt. Dementsprechend wäre eine solche Polizei eine vorbildliche Säule einer funktionierenden und sicheren Gesellschaft.

Doch in der Realität sieht das leider gänzlich anders aus. Denn die Polizei birgt aufgrund ihrer Machtfülle stets das Risiko des Missbrauchs, selbst wenn man eine demokratische Legitimation unterstellt. Wo Schutz und Ordnung gefordert sind, drohen eben auch Gewalt, Willkür und die Unterdrückung derer, die eigentlich beschützt werden sollen. Als Institution mit weitreichenden Befugnissen kann und wird sie selbst zur Quelle von Ungerechtigkeiten – sei es durch überzogene Gewaltausübung, fehlende Verhältnismäßigkeit, rassistischen Korpsgeist, Korruption oder durch die systematische Benachteiligung von gesellschaftlichen Minderheiten. Statt Vertrauen zu schaffen, erzeugt Polizei Angst; statt Sicherheit zu gewähren, wird sie zum Instrument der herrschenden Macht. Besonders fällt dies natürlich in autoritären Systemen auf, aber auch in Staaten mit demokratischer Verfassung und Kultur, wird bei mangelnder Kontrolle die Polizei zur Bedrohung für die Bürgerrechte und trägt dann zur Zementierung von Ungleichheit und Willkür bei. (…)

Coverbild von Thomas Billsteins Buch "Polizeigewalt" aus der UNRAST-transparent Reihe. Das Cover hat einen weißen Hintergrund und orangene Schrift.

Im neuen UNRAST transparent Band “Polizeigewalt: Ursachen, Formen, Widerstand” geht Thomas Billstein dem Thema auf den Grund.

Er erklärt die Rolle der Polizei in der Gesellschaft, beleuchtet die verschiedenen Formen von Gewalt und zeigt auf, warum Polizeigewalt kein Einzelfall, sondern ein systematisches Problem ist. Besonders beleuchtet werden rassistische und extreme rechte Vorfälle aber auch die Rolle von Medien sowie Vorschläge zivilgesellschaftlicher Organisationen zur Förderung von Transparenz und Eingrenzung von staatlicher Gewalt. Abgerundet wird das Buch mit einer Übersicht über mögliche Strategien gegen Polizeigewalt, sowie der Frage ob und wie eine Welt ohne Polizei(gewalt) möglich ist.

Das Buch bietet somit einen umfassenden Einstieg über Ursachen und Auswirkungen zum Thema Polizeigewalt. Es zeigt auf, wie rassistische Vorurteile und strukturelle Diskriminierung zu ungerechtfertigten Kontrollen und Gewaltanwendungen führen können. Der Autor beschreibt auch die psychologischen und sozialen Folgen für die Betroffenen, die oft unter Angstzuständen und posttraumatischen Belastungsstörungen leiden.

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BOAH.AT über ›Zwischen Job und Selbstbestimmung‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/boah-at-ueber-zwischen-job-und-selbstbestimmung/ Wed, 11 Mar 2026 10:16:56 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50486 Continue reading "BOAH.AT über ›Zwischen Job und Selbstbestimmung‹"

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»Bemerkenswert ist der Ton des Buches. Engel argumentiert nicht alarmistisch, sondern erstaunlich ruhig und klar. Sie denkt Arbeit breiter, öffnet dabei vor allem Perspektiven jenseits von Lohnarbeit und fragt nach Selbstbestimmung, Sinn und gesellschaftlicher Teilhabe ohne den Zwang des Jobs. Es geht dabei nicht um einfache Lösungen, sondern um das Eingeständnis, dass das bisherige Modell einfach an seine Grenzen gekommen ist. (…) ›Zwischen Job und Selbstbestimmung‹ ist ein Buch zur richtigen Zeit – vielleicht sogar zu spät. Es zeigt unmissverständlich: Wir können die Gesellschaft der Zukunft nicht mehr auf Lohnarbeit aufbauen. Punkt. Wer weiter so tut, als ließe sich dieses System konservieren, steuert sehenden Auges in soziale und politische Krisen.

Lydia Engels Buch ist keine Panikschrift, sondern eine notwendige Zumutung. Eine Pflichtlektüre für alle, die verstehen wollen, warum Arbeit ihren Status als gesellschaftliches Zentrum verlieren wird – und warum wir dringend anfangen müssen, uns etwas anderes zu überlegen. Aber schnell!« − Stefan Feinig, boah.at, 2. März 2026

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BOAH.AT über ›LiebesMacht‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/boah-at-ueber-liebesmacht/ Wed, 11 Mar 2026 10:00:30 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50482 Continue reading "BOAH.AT über ›LiebesMacht‹"

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»Kellners Buch verweigert sich einfachen Antworten und liefert keine neue Norm, die an die Stelle der alten tritt. Stattdessen eröffnet es Möglichkeitsräume. Es lädt dazu ein, Beziehung neu zu denken. Und das Jenseits von romantischen Fantasmen, Besitzlogiken und Ausschlüssen.
Die romantische Liebe erscheint dabei nicht als Feindbild, sondern als überschätztes Ideal, das uns wie eine Karotte vorgehalten wird: als Versprechen von Erfüllung, das selten hält, was es verspricht. Freundschaften hingegen werden als produktiver, nachhaltiger und vor allem solidarischer beschrieben. (…) LiebesMacht ist kein lautes Buch. Es ist unscheinbar, theoretisch klar und weit entfernt vom Mainstream. Doch gerade darin liegt seine Stärke. Nora Kellner gelingt es, unsere verhärteten Beziehungskonstrukte (auch mithilfe persönlicher Geschichten) aufzubrechen und Denkweisen zu ermöglichen, die weit über individuelle Liebesfragen hinausgehen.

Dieses Buch ist deshalb revolutionär, weil es nicht predigt (ok, phasenweise natürlich schon), sondern vor allem auch verschiebt. Weil es unsere Art Beziehungen zu führen ganz neu gewichtet. Und weil es zeigt, dass eine andere Organisation von Nähe möglich ist. jenseits der romantischen Monokultur.« − Stefan Feinig, boah.at, 20. Februar 2026

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Inklusion statt Integration über ›Autismus ist keine Krankheit‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/inklusion-statt-integration-ueber-autismus-ist-keine-krankheit/ Wed, 11 Mar 2026 09:49:17 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50478 Continue reading "Inklusion statt Integration über ›Autismus ist keine Krankheit‹"

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»Die Autorin stellt klar, dass es nicht nur darum geht, auf akzeptable Art über die Begriffe autistisch oder behindert zu sprechen. Sie bezeichnet den Versuch den Begriff behindert mit neurodivergent zu ersetzen als klar ableistisch. Jodie Hare sagt auch ganz klar, dass in einer Welt, in der neurodivergente Menschen befreit sind, die Beseitigung von systematischen Ungerechtigkeiten auch für andere marginalisierte Gruppen gelten muss. Sie benennt Behinderung, Klassenzugehörigkeit, Geschlecht, und sexuelle Orientierung als Felder, in denen systematische Ungerechtigkeit herrscht. Sie kritisiert aber auch, dass versucht wird, neurodivergente Menschen  für den Kapitalismus nutzbar zu machen. Jodie Hare geht darauf ein, dass die Neurodversitätsbewegung aus der Bewegung autistischer Menschen entstanden ist, aber mittlerweile auch andere Diagnosen umfasst. Die Beschreibungen der Autorin über die inneren Entwicklungen der Neurodiversitätsbewegung sind sehr spannend (…). Dieses Buch ist aus meiner Sicht Pflichtlektüre für eine*n jede*n Linke*n, der*m eine inklusive befreite Gesellschaft erstrebenswert erscheint.« − Daniel Horneber, Inklusion statt Integration, 01. März 2026

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Graswurzelrevolution über ›Herbert Marcuse‹ https://unrast-verlag.de/2026/03/graswurzelrevolution-ueber-herbert-marcuse/ Wed, 11 Mar 2026 09:30:59 +0000 https://unrast-verlag.de/?p=50475 Continue reading "Graswurzelrevolution über ›Herbert Marcuse‹"

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»Nicht nur Angela Davis stellt in ihrem Vorwort die Aktualität von Marcuse und seinen Schriften heraus (…). Sondern auch der Autor Thorkelson hebt sie immer wieder in seinem Comic hervor. Nicht zuletzt aufgrund dieser Aktualität ist die vorliegende Graphic Novel (als Einstimmung) sehr zu empfehlen. Aber auch all denjenigen, die sich einen Überblick bezüglich Marcuse und seinem Wirken in der jüngeren Zeitgeschichte der (studentischen) Bewegungen verschaffen wollen.« − Peter Oehler, Graswurzelrevolution, März 2026

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