Norbert Trenkle – UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de Bücher der Kritik Tue, 09 Jun 2026 20:31:05 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://unrast-verlag.de/wp-content/uploads/2022/10/cropped-unrast_logo-1-32x32.png Norbert Trenkle – UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de 32 32 Die Zukunft des Endes https://unrast-verlag.de/produkt/die-zukunft-des-endes/ Thu, 15 Oct 2026 12:58:47 +0000 https://unrast-verlag.de/?post_type=product&p=31480 Continue reading "Die Zukunft des Endes"

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Der Essay analysiert die aktuelle gesellschaftliche Situation, die durch eine immer schnellere Abfolge bedrohlicher Krisen gekennzeichnet ist (Klimakrise, Corona-Krise, Rückkehr des Krieges nach Europa, Energiekrise, Wirtschaftskrise, Inflation etc.). Er vertritt die These, dass diese Krisen eine gemeinsame Ursache haben: Sie lassen sich auf die historische Dynamik der kapitalistischen Produktions- und Lebensweise zurückführen, die dem systemischen Zwang zum unendlichen Wachstum unterliegt und auf der gesellschaftlichen Beziehungsform allgemeiner Konkurrenz beruht. Diese Dynamik hat zwar immer schon Krisen hervorgebracht, doch wurden sie stets durch weitere Expansion und durch die Externalisierung von Kosten ›gelöst‹. Diese Aufschubmechanismen stoßen jedoch angesichts der Globalisierung zunehmend an ihre Grenzen und führen dazu, dass ein immer größeres Zerstörungspotenzial aufgehäuft wird, das die sozialen und natürlichen Lebensgrundlagen bedroht.

Das Buch zeichnet diese Entwicklung nach, analysiert den inneren Zusammenhang zwischen den ökologischen, sozialen, politischen und ökonomischen Krisenerscheinungen und fragt, wie unter diesen Umständen ein emanzipatorischer Bruch mit der kapitalistischen Logik noch möglich sein könnte.

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Shutdown https://unrast-verlag.de/produkt/shutdown/ Tue, 24 Nov 2020 22:45:57 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?post_type=product&p=28052 »Es ist kein Luxus, gerade jetzt die emanzipative Aufhebung der kapitalistischen Reichtumsproduktion anzustreben, sondern der einzige Ausweg aus der Spirale ökologischer Zerstörung, sozialer Exklusion und autoritärer Formierung der Gesellschaft.«

Klima- und Coronakrise machen deutlich, dass die kapitalistische Produktions- und Lebensweise zunehmend unhaltbar wird. Der systemische Selbstzweck der endlosen Anhäufung von Kapital (›Wachstumszwang‹) ist mit der Endlichkeit der Welt und der natürlichen Ressourcen grundsätzlich unvereinbar. Auch die Corona-Pandemie verdankt sich der fortschreitenden Zurückdrängung von Naturräumen im Dienste der Kapitalvermehrung. Zudem nimmt die soziale Exklusion immer schlimmere Ausmaße an – obwohl längst die Potenziale vorhanden sind, um allen Menschen auf der Welt ein gutes Leben zu ermöglichen. Daher ist eine grundlegende Neuorientierung angesagt. Eine andere Gesellschaft ist machbar, doch das erfordert einen Bruch mit der kapitalistischen Logik.

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Die große Entwertung https://unrast-verlag.de/produkt/die-grosse-entwertung/ Wed, 30 Oct 2013 22:32:48 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?post_type=product&p=27687 »Warten auf den Zusammenbruch: Zwei Autoren der Gruppe Krisis legen eine lesenswerte Monographie zur kapitalistischen Krise vor« Detlef Buchsbaum, junge Welt

Was Marx anhand der Krisen des 19. Jahrhunderts nachgewiesen hat, gilt erst recht für das Weltwirtschaftsbeben unserer Tage. Nichts ist analytisch so naiv und ideologisch so gemeingefährlich wie die Dolchstoßlegende, eine gesunde Realwirtschaft sei der grenzenlosen Habgier einer Handvoll Banker und Spekulanten zum Opfer gefallen. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das historisch beispiellose Abheben des Finanzüberbaus in den letzten 35 Jahren war selber schon das Ergebnis und zugleich die provisorische Überwindung einer fundamentalen Krise der kapitalistischen Gesellschaft. Eine Produktionsweise, die auf der Vernutzung lebendiger Arbeitskraft beruht, muss angesichts des ungeheuren Produktivkraftschubs der mikroelektronischen Revolution an ihre strukturellen Grenzen stoßen.

Ernst Lohoff und Norbert Trenkle zeichnen die Geschichte und das Ende des finanzkapitalistischen Krisenaufschubs nach und zeigen, warum die Weltgesellschaft für die armselige kapitalistische Produktionsweise längst zu reich ist und warum sie auseinanderbrechen und in Elend, Gewalt und Irrationalismus versinken muss, wenn sie dies nicht überwindet.

»Eine unorthodoxe Krisenanalyse des Kapitalismus: Wer liegt eigentlich wem auf der Tasche?« Holger Schatz, WOZ

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Dead Men Working https://unrast-verlag.de/produkt/dead-men-working/ Fri, 29 Apr 2005 22:00:00 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?product=dead-men-working Continue reading "Dead Men Working"

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Nach ‘Manifest gegen Arbeit und Feierabend’ aktuelle Attacken gegen Hetze, Verelendung und Ausgrenzung.

Die derzeitige Generalmobilmachung gegen den Sozialstaat, die zunehmende Repression gegen Arbeitslose und Ausgegrenzte und die Schaffung eines breiten Sektors von Elendsarbeit sind noch nicht das letzte Wort einer Krisenverwaltung der Arbeits- und Warengesellschaft, die auch in den Weltmarktzentren immer brutalere Züge annimmt.
Je klarer zu Tage tritt, dass die rasante Produktivitätsentwicklung immer mehr Arbeit überflüssig macht, desto heftiger klammert sich diese Gesellschaft an die entgegengesetzte Perspektive. Unter der Prämisse „Arbeit schaffen um jeden Preis“ werden die Potentiale gesellschaftlichen Reichtums rücksichtslos der kapitalistischen Form geopfert. Die gesellschaftliche Opposition zeigt sich angesichts der immer neuen Zumutungen gelähmt. Aus ihrer Paralyse kann sie nur herausfinden, wenn sie aufhört, die Diktatur von Arbeit und Warenproduktion fraglos zu akzeptieren und stattdessen in ihr das zentrale Problem dieser Gesellschaft erkennt.

Presse

“Sie [die AutorInnen] setzen nicht auf eine Lohnarbeiterschaft als vermeintlich revolutionäres Subjekt und Träger einer “emanzipativen Botschaft”. Sie plädieren für “radikale Gesellschaftskritik” – für Aufklärung über den “herrschenden Arbeits- und Konkurrenzwahn”. Ihre Kritik will “die Unerträglichkeit und die Unhaltbarkeit der Arbeits- und Warengesellschaft beim Namen” nennen und damit jene Oppositionellen unterstützen, die sich mit “einem Leben als Konkurrenzautomaten und Selbstverkäufer” nicht abfinden.”
Rudolf Walther, Frankfurter Rundschau

‘Buch der Woche’auf der Startseite des Österreichischen Gewerkschaftsbundes

“Ein bemerkenswerter Sammelband von Eindrücken der absurden Widersprüchlichkeit zwischen Arbeitsdruck und Arbeitsmangel, Arbeitsmoral und Arbeitslosigkeit. Das Buch müsste angesichts der gesellschaftlichen Situation den Status Bestseller spielend erreichen, mittelbar oder unmittelbar betroffen von der Thematik sind wir schließlich alle.”
Gesundheitsladen-Rundbrief 3/2004

“Es ist ein Lesebuch, das man immer in die Hand nehmen kann, wenn man sich fragt: Wozu das alles? Und: Bin ich der einzige, der sich diese Frage stellt? Es ist ein Buch, das vielleicht mit dazu beitragen kann, daß man sich dazu entschließt, a) sein Leben und b) die Gesellschaft verändern zu wollen. Ob man es dann aber tatsächlich auch ernsthaft versucht, ist eine andere Frage. Das kann das Buch — wie alle anderen seiner Thematik — natürlich nicht leisten, das müssen wir schon selber tun.”
Bernhard Redl, in akin, Nr. 20

“Die AutorInnen von ‘Dead Men Working’ kritisieren zurecht die Ausrichtung der Warengesellschaft auf monetären Reichtum. Jeden Tag kann man nachvollziehen, wie die ‘stofflichen’ Bedürfnisse der Menschen hinter die so genannten Sachzwänge der Akkumulation von abstrakten ‘Werten’ in Banken, Sparkassen und Aktiendepots zurücktreten müssen. Die AutorInnen kritisieren auch den fragwürdigen Arbeitsbegriff, auf den sich nicht zuletzt auch die ArbeiterInnebewegung immer wieder bezogen hat. Die Kritik der ‘Arbeit’ als historisch konstruiert und zutiefst ideologisch ist für eine radikale Gesellschaftskritik unerlässlich. Arbeit ist für die meisten Menschen ein nervtötendes, krankmachendes, zeitraubendes Unterfangen. Und gerade die unter ‘Arbeit’ subsumierten Tätigkeiten sind für die menschliche Reproduktion oft komplett unnötig, sogar widersinnig.
… heute (kommt) keine politische Bewegung an der Utopie einer Negation von Arbeit und Verwertung vorbei. Schon aus diesem Grund lohnt sich die Lektüre von ‘Dead Men Working’.”
Carl Mosel, analyse und kritik 487

“Wenn in Zeiten zunehmender struktureller Arbeitslosigkeit ein weiteres Buch zum Thema Arbeit erscheint, so mag das nicht weiter verwundern. Mit dem im Unrast-Verlag erschienenen Sammelband „Dead Men Working“ liegt allerdings ein außergewöhnliches Werk vor: Statt Rezepte und Vorschläge zu präsentieren, wie Arbeitsplätze geschaffen, Standorte gesichert und Qualifikationen von Arbeitslosen erhöht werden können, sehen die AutorInnen die selbstzweckhafte Verwertung menschlicher Arbeit in der Warenproduktion als das Grundübel an. Durch diesen radikalen Ansatz erfolgt eine deutliche Abgrenzung zum gesellschaftskritischen Mainstream, da nach ihm der Kapitalismus nicht gezähmt oder reformiert werden könne, sondern überwunden werden müsse.”
Michael Katzmayr, Progress, 3/ 2005, Bundesweite Zeitschrift der österreichischen HochschülerInnenschaft

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