David Graeber – UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de Bücher der Kritik Wed, 03 Jun 2026 00:07:11 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://unrast-verlag.de/wp-content/uploads/2022/10/cropped-unrast_logo-1-32x32.png David Graeber – UNRAST VERLAG https://unrast-verlag.de 32 32 Gesellschaftstheorie als Wissenschaft und Utopie https://unrast-verlag.de/produkt/gesellschaftstheorie-als-wissenschaft-und-utopie/ Thu, 12 Mar 2026 20:41:57 +0000 https://unrast-verlag.de/?post_type=product&p=48480 Continue reading "Gesellschaftstheorie als Wissenschaft und Utopie"

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Drei Essays über Anarchismus und eine Gesellschaftstheorie der Möglichkeiten, mit denen David Graeber in seiner unverkennbaren Art die Welt auf den Kopf stellt, um sie besser begreifen zu können. Lesestoff für alle, die an der Widerständigkeit des Sozialen, an Gesellschaftstheorie und Utopie interessiert sind, für alle Konsumkritiker*innen, die sich gerne irritieren lassen und alle Graeber-Fans, die wissen wollen, was ihn eigentlich zum Anarchismus gebracht hat.

Was wir heute ›Gesellschaftstheorie‹ nennen, entstand aus der Entdeckung all jener störrischen, widerspenstigen Elemente im menschlichen Sozialleben, die von Reform oder Revolution nicht einfach aus dem Weg geräumt oder integriert werden konnten – wodurch die soziale Realität nicht nur zu einem Studienobjekt und Problem, sondern auch zu etwas Formbarem wurde. Durch die sogenannte Globalisierung und die vermeintliche Allmacht des Neoliberalismus ging diese Vorstellung allerdings verloren. Ist heute trotzdem noch eine Gesellschaftstheorie möglich, die auf die Revolution abzielt?

David Graeber erkundet in den drei Essay dieses Bandes die Frage, wie eine herrschaftskritische Wissenschaft aussehen könnte, die mehr an der Imagination, der Störrigkeit, einer Ethik der Vielfalt und den gesellschaftlichen Möglichkeiten ansetzt. Der Essay Darum beginnt mit einer biografischen Skizze und der Frage, warum der Autor überhaupt Anarchist geworden ist. Gesellschaftstheorie als Wissenschaft und Utopie führt die titelgebende Problematik aus, während Graeber in Die eigentümliche Idee des Konsums seine ideologiekritische Methode vorführt, die Welt begrifflich auf den Kopf zu stellen, um den Gebrauch der Metapher ›Konsum‹ zu hinterfragen.

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Einen Westen hat es nie gegeben & Fragmente einer anarchistischen Anthropologie https://unrast-verlag.de/produkt/einen-westen-hat-es-nie-gegeben-fragmente-einer-anarchistischen-anthropologie/ Wed, 19 Mar 2025 23:00:00 +0000 http://neuershop.unrast-verlag.de/?product=einen-westen-hat-es-nie-gegeben-fragmente-einer-anarchistischen-anthropologie In seinen Fragmenten lädt David Graeber dazu ein, sich eine intellektuelle Praxis vorzustellen, die bisher nur als Möglichkeit existierte: eine anarchistische Anthropologie. Wenn wir die Geschichte der Menschheit in ihrer Gänze erkundeten, würden wir feststellen, dass es unzählige Möglichkeiten gab und gibt, alles anders zu machen. Die Anthropologie birgt einen noch ungehobenen Schatz an Wissen, mit dem sich zeigen ließe, dass Selbstbestimmung und soziale Kreativität weitaus üblicher sind und waren, als wir mithin meinen. Graeber verstand es, gelebte radikale alltägliche politische Praxis greifbar zu machen und in der Form seiner Theorie als Geschenk zurückzugeben.

Was wäre weiterhin, wenn diese Forschung ergäbe, dass Konzepte wie ›der Westen‹ oder ›unsere Tradition‹ der Demokratie, derer wir uns zur Selbstvergewisserung bedienen, nicht so einmalig sind, wie die gelehrte Vorstellung behauptet? In Einen Westen hat es nie gegeben schaut Graeber auf die Demokratie und die Demokratie schaut zurück, um ›unsere‹ gedanklichen Horizonte zu dezentrieren und dekolonialisieren.

Was nach mehr als zehn Jahren mit Erscheinen seines Bestsellers Anfänge (2022) für Furore sorgte, können wir hier in den ersten, vor ansteckender Kreativität strotzenden Vorschlägen nachlesen – und werden en passant durch diese kleine Einführung für den Anarchismus begeistert.

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