Neuerscheinungen ( Aus der Rubrik: Antirassismus )
Debattenbeitrag zu Afrikas vergangener und zukünftiger Stellung in der Welt
Ngugi wa Thiong'o

Afrika sichtbar machen

Essays über Dekolonisierung und Globalisierung

hrsg. von ›stimmen afrikas‹ und ›Eine-Welt-Forum Münster e.V.‹ | aus dem Englischen von Thomas Brückner
ISBN 978-3-89771-276-8
Erscheinungsdatum: Oktober 2019
Seiten: 156
Ausstattung: softcover
14,00 €

Beschreibung

Seit über sechzig Jahren schreibt Ngugi wa Thiong’o, der 2019 mit dem renommierten Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis geehrt wurde, über die Geschichten, Herausforderungen und Zukunftssaussichten Afrikas, insbesondere seines Heimatlandes Kenia. In seinem Werk, das Theaterstücke, Romane und Essays umfasst, erzählt Ngugi von der Ungerechtigkeit kolonialer Gewalt und dem diktatorischen Verrat der Entkolonialisierung, vom Streben nach wirtschaftlicher Gleichheit angesichts der großen Ungleichheit und nicht zuletzt von seinem Kampf für Freiheit und die anschließende Inhaftierung.

Ngugis Romane haben große Anerkennung gefunden, seine politischen Essays hingegen – obwohl ebenso brillant – kennen die wenigsten. Nach Moving the Centre und Dekolonisierung des Denkens legt Ngugi mit Afrika sichtbar machen nun einen weiteren Essayband vor, der verschiedene Vorträge und Texte thematisch vereint.

In dem sehr persönlich und gut lesbar geschriebenen Buch geht es um Afrikas Stellung in der dekolonisierten und globalisierten Welt, um die Nachwirkungen der Sklaverei, um politische Kämpfe in einer Ära des entfesselten Kapitalismus, um die Rolle der Kulturschaffenden und Intellektuellen in afrikanischen Gesellschaften sowie um die Aussichten auf eine gerechte und friedvolle Zukunft. In einer Zeit, in der Afrika in den Diskussionen über die Globalisierung weitgehend ignoriert wird, wird Afrika sichtbar machen zur Pflichtlektüre.

Autor_in

Ngugi wa Thiong'o

Ngugi wa Thiong'o - Foto von Daniel AndersonNgugi wa Thiong’o, 1938 in Limuru, Kenia, geboren, lehrte Literaturwissenschaften unter anderem an der Yale University, der New York University und an der University of California, Irvine. Bereits mehrfach in der engeren Auswahl für den Literaturnobelpreis, erhielt er 2001 den renommierten Nonino International Prize for Literature. 2019 wird er erstmals auch für seine kulturpolitischen Essays und sein lebenslanges Engagement für Frieden und Gerechtigkeit mit dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis ausgezeichnet.


News

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Hintergrundinfos

 

Im Mai 2019 erhielt Ngugi wa Thiong'o den angesehenen Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück. Wesentlich für diese Entscheidung waren seine Essay-Sammlungen Dekolonisierung des Denkens und Moving the Centre. Hier mehr zur Begründung der Jury ...


 

»Subsahara-Afrikas postkolonialer Diskurs«Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 17. Februar 2019


 

»Ngugi wa Thiong'o – Stimme Afrikas« – Ulrich Noller über einen der bedeutendsten Schriftsteller des afrikanischen Kontinents, WDR1, Cosmo, 19. Juni 2018


 

»African languages need to talk to each other« – Interview von Mohammed Khelef mit Ngugi wa Thiong'o, Deutsche Welle, 19. Juni 2018