Über ein breites politische Spektrum hinweg herrscht weltweit weitgehende Einigkeit darüber, dass wir in Zeiten zunehmender Unsicherheit und Unruhe leben. Wenn unser Zeitalter eines des Wandels ist, so ist seine Richtung jedoch alles andere als sicher. Bedeutsame Veränderungen in Ökologie, Geopolitik und Alltag werden von einem erdrückenden Gefühl der Stagnation überschattet. Die Grenzen des Kapitals und die Grenzen der Natur sind auf erschreckende Weise miteinander verflochten, während die zutiefst überholte Form von Führung, Herrschaft und Konflikt eine ohnehin schon bedrohliche Lage weiter verschärft.
Der Zerfall einer bestehenden Ordnung lässt die auch die Begriffe ihrer Kritik nicht unberührt. Vor dem Hintergrund einer aus den Fugen geratenen, von Panik und Stagnation heimgesuchten Zeit unternimmt Alberto Toscano eine umfassende Neubewertung unseres politischen Vokabulars. In elf Essays zu Stichworten der linken politischen Theorie von Freiheit und Kommunismus bis Widerstand und Reform sucht Toscano Wege aus der Orientierungslosigkeit. Interregnum ist der grundlegende Klärungsversuch einer der profiliertesten Stimmen der internationalen kritischen Theorie – und eine Einladung an uns, die Sprache der Emanzipation neu zu denken.











