Das Buch dokumentiert anhand von Reportagen und analytischen Einordnungen die gegenwärtige Lage linker Strukturen in Ostdeutschland – vor dem Hintergrund der zunehmenden gesellschaftlichen Durchsetzungskraft der extremen Rechten, insbesondere im ländlichen Raum. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass rechte Mobilisierung, Bedrohungen und die zunehmende Normalisierung extrem rechter Positionen den Alltag linker Initiativen zunehmend prägen, während ihre Strukturen sich häufig in einem finanziell und institutionell prekären Gefüge bewegen. In mehreren Kapiteln beleuchtet das Buch zentrale Handlungsfelder linker Praxis, jeweils eingeordnet in die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte: antifaschistischer Aktivismus, queerpolitische Arbeit, Geflüchtetenhilfe sowie antifaschistische Jugendarbeit. Die Vor-Ort-Einblicke in die Realität linker Initiativen sollen beispielhaft abbilden, vor welche Herausforderungen der Erfolg der extremen Rechten linke Strukturen stellt und diesen als gesamtgesellschaftliches Problem einordnen. Der Band versteht sich nicht nur als Bestandsaufnahme, sondern durchaus auch als Handlungsaufforderung: Er will Leser*innen ermutigen, antifaschistische Praxis als notwendige, wirksame und solidarische Arbeit der Gegenwart zu begreifen.











