Organizing ist innerhalb der deutschen Linken in aller Munde. So erfreulich diese Entwicklung ist, so fragil ist sie allerdings. Vor allem, weil die Organizing-Rezeption hierzulande weitgehend ohne größere Debatten verläuft. Damit fehlen zum einen genauere Überlegungen, wie Organizing angepasst werden muss, damit es in deutschen Verhältnissen noch besser funktionieren kann. Zum anderen bleibt damit die Frage ausgeklammert, ob und wie Organizing dem Katastrophenkapitalismus mit seinen bedrohlichen Wirkungen etwas entgegensetzen kann.
Im vorliegenden Buch sollen diese Leerstellen ansatzweise gefüllt werden. Dabei ist nicht nur die geschichtliche Entwicklung von Organizing Thema. Neben einer Kritik an dem oft unkritisch rezipierten Schlüsselpersonen-Konzept von Jane McAlevey suchen die Aufsätze in diesem Buch mit dem Konzept der radikalen Teamorientierung Organizing einen zeitgemäßen und solidarischen Akzent zu geben.
Damit das Ganze nicht abstrakt bleibt, werden am Beispiel der Betriebsratswahl bei Tesla, aber auch mit Blick auf das erfolgreiche Organizing der extremen Rechten, aktuelle Entwicklungen beleuchtet und mit dem Konzept der radikalen Teamorientierung verknüpft.











