
»Pia Klemp verdeutlicht in ihrem Text, wie schockiert deutsch-deutsche Paare wären, würden sie sich monate- oder jahrelang erklären müssen, bevor sie die Ehe schließen dürften. Für binationale Paare ist das hingegen Alltag, ganz egal, wie ‚echt‘ die Ehe ist.
Die Definition dessen, was als ‚eheliche Lebensgemeinschaft‘ gilt, liegt in der Willkür der Standesämter und Ausländerbehörden. (…) Der Generalverdacht gegen binationale Ehen wird immer wieder auch mit dem Vorgehen gegen Zwangsehen begründet. Dass die derzeit gängige Praxis das nun genau nicht leistet, legt Pia Klemp ebenfalls überzeugend dar. Im Gegenteil sei es gerade ›die restriktive Einwanderungspolitik, die dazu führt, dass Migrierende in Zwangsehen landen‹.« − Hanna Poddig, Graswurzelrevolution, 1. März 2026



